Asien  

Spende

Kambodscha: Häusliche Pflege für Aidskranke

Situation vor Ort
Seit den 70er Jahren durchlebte das Land am Mekong Jahrzehnte des Krieges, Bürgerkrieges und Völkermords. Nach dem Vietnamkrieg, in den auch Kambodscha involviert wurde, blutete die Schreckensherrschaft der Roten Khmer unter dem berüchtigten Führer Pol Pot das Land aus. Erst die Invasion vietnamesischer Militärs, die bald von UN-Friedenstruppen abgelöst wurden, beendete die Ära des Terrors. Noch immer lastet die Vergangenheit auf dem Land, das sich nur mühsam von den Folgen wirtschaftlicher Isolation und der Zerstörung des Gemeinwesens erholt. Kambodscha ist heute fast vollständig von internationaler Entwicklungshilfe abhängig. In dem von Landminen verseuchten Agrarstaat blühen illegaler Handel und eine ausufernde Sexindustrie, die vor allem durch die Öffnung für den Tourismus entstanden ist. In dessen Folge hat sich der HIV Virus alarmierend rasch ausgebreitet. [mehr...]

Das Projekt
Ende der 90er Jahre hat Caritas Kambodscha in der Provinz Siem Reap ein Programm zur häuslichen Pflege Aidskranker aufgebaut. Ermutigt durch den Erfolg des Programms initiierte Caritas gemeinsam mit zwei weiteren Hilfsorganisationen den Einsatz neuartiger Medikamente (der sogenannten antiretroviralen Therapie) zur Behandlung Aidskranker. Lange war das Ziel der Caritasprojekte die Betreuung und Versorgung der Todkranken innerhalb der Familien und Gemeinden. Durch die effektive Therapie jedoch wandelte sich die Arbeit grundlegend: aus der zeitlich begrenzten Hilfe für sterbende Patienten wird dank der Medikamente eine kurzfristig äußerst intensive, auf lange Sicht aber auch erfolgreiche Unterstützung chronisch Kranker. [mehr...]

Reportage
"Es gab genug Krieg, wir wollen nur Frieden" - 30 Jahre nach dem Einmarsch der Roten Khmer gibt es im kambodschanischen Phnom Penh einen zaghaften Neuanfang [mehr...]  


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