EUROPA  

Spende

Häusliche Alten- und Krankenpflege

Die Projekte in Bosnien und Herzegowina sowie in Serbien und Montenegro

Vor allem ältere Menschen leben in Bosnien und Herzegowina wie auch in Serbien und Montenegro meist in ärmlichen Verhältnissen. Viele von ihnen sind ehemalige Flüchtlinge, die zurückgekehrt sind oder Inlandsvertriebene, deren Häuser oder Wohnungen noch immer vom Krieg beschädigt sind. Oftmals ist ihre Familie emigriert und die Alten und Kranken sind die einzigen, die zurückgeblieben sind.

Häusliche Pflege
Beim Hausbesuch der mobilen Alten- und Krankenpflege

In den Balkanstaaten leisten die lokalen Caritasverbände mobile Alten- und Krankenpflege.  Die Bedürftigen werden ärztlich untersucht und medizinisch versorgt, sie bekommen psychischen Beistand und physiologische Behandlungen. Neben Körperpflege, Hygiene und Hilfen im Haushalt assistieren die Caritas-Mitarbeiter auch bei der Regelung aller Dinge des öffentlichen Lebens wie finanziellen oder amtlichen Angelegenheiten. Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist die Einbeziehung und Professionalisierung freiwilliger Helfer.

Projekte in Bosnien und Herzegowina

Das Caritasprojekt umfasst die sozialen Dienste der mobilen häuslichen Alten- und Krankenpflege und kommt ungefähr 1000 Personen zu Gute. Auf lokaler Ebene werden in den Diözesen Sarajewo, Mostar und Banja Luka die Dienste der häuslichen Alten- und Krankenpflege eingerichtet. Jedes Team besteht aus Arzt, Krankenschwester, Psychologe, Sozialarbeiter und freiwilligen Helfern, die mobile Pflegedienste leisten. Über die nationale Koordination des Projektes soll die fachliche Weiterentwicklung, die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen durch Schulungen, die Vernetzung mit staatlichen und nicht-staatlichen Institutionen sowie Donatoren gefördert werden.

Gemeinsam mit der Caritas Essen organisiert Caritas international in Bosnien und Herzegowina außerdem den Wiederaufbau der Psychiatrie in Banja Luka. Dieses Projekt wird aus Mittel des Stabilitätspakts vom Auswärtigen Amt unterstützt. 

Projekte in Serbien und in Montenegro

In Serbien und Montenegro erhalten etwa 850 Bedürftige auf ihren individuellen Bedarf zugeschnittene Unterstützung. Krankenschwestern helfen bei der Körperpflege und einfacher medizinischer Versorgung. Haushaltshilfen übernehmen das Kochen, Putzen und Einkaufen und Freiwillige unterstützen sie dabei. Ziel der Projekte ist drüber hinaus, Freiwillige, Nachbarn und Angehörige zu ermuntern, sich um die Bedürftigen zu kümmern und sie in das soziale Leben zu integrieren.

Krankenschwestern, Haushaltshilfen und Freiwillige bilden gemeinsam Hauspflegeteams, die direkt den Bedürftigen helfen. Da die Pflege in Serbien nicht Teil der Arbeit von Krankenschwestern ist, führt Caritas Schulungen in Techniken der modernen Hauskrankenpflege durch. Für die Haushaltshilfen und Freiwillige bieten die Caritasmitarbeiterinnen Seminare zu den Themen Betreuung und Umgang mit kranken oder pflegebedürftigen Menschen durch. 

März 2008


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