Hilfe für die Opfer des Irak-Konflikts
Das Projekt
Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützt die Caritas Irak seit mehr als 17 Jahren die Opfer des Konflikts in der wechselhaften Geschichte des Landes. Als lokale Organisation konnte und kann Caritas Irak trotz der kritischen Sicherheitslage im Irak weiterarbeiten.
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| Stolz präsentiert eine Frau ihr Kind und die Registrierungskarte für das Well Baby Programm im Zentrum Rusafa II in Bagdad |
Aktuell unterstützt Caritas Irak die vielen Christen, die im Oktober 2008 aus Mosul geflüchtet sind. [Siehe auch: "Christen im Irak"] Die "Confrèrie de la Charité", die Caritas Irak ist bereits seit dem Ende des Golfkrieges 1991 in größerem Umfang im Irak
tätig. 1992 hatte sich Caritas Irak zur Aufgabe gemacht, die Leidtragenden des UN-Embargos, das sich eigentlich gegen die
politische Führung des Irak richten sollte, zu unterstützen. Zur medizinischen Versorgung der Schwächsten in der Bevölkerung,
vor allem den Frauen und Kleinkindern, richtete sie 14 Sozial-Zentren ein.
Zur Zeit können zwölf dieser Zentren unter den äußerst erschwerten Bedingungen, die im Irak herrschen, arbeiten. Die Einrichtungen,
die Caritas in eigener Regie oder in Zusammenarbeit mit dem Roten Halbmond betreibt, sind über das Land verteilt: sechs in
Bagdad, eine in Basra , vier im Norden in kleineren Städten. Das Zentrum in Mosul musste Ende 2006 nach massiven Drohungen
geschlossen werden. Unter anderem führt Caritas Irak seit mehr als zehn Jahren auch das "Well-Baby"- Programm durch. Familien mit Kindern unter fünf Jahren, die an Unterernährung leiden, werden mit Zusatznahrung versorgt und medizinisch
betreut. Spezielle Schulungen für Mütter mit stark unterernährten Kindern sind ein weiterer Bestandteil des Programms. Rund
20.000 Kinder -die meisten von ihnen Muslime- und deren Mütter nehmen an dem Programm teil.
In den letzten Jahren organisierte und finanzierte Caritas die Wiederinstandsetzung und den Betrieb von zwölf öffentlichen
Gesundheitszentren. Die Gesundheitszentren sind im Irak ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Grundversorgung. Viele
von ihnen waren nach dem Krieg zerstört, ausgeplündert oder verfügten schlichtweg weder über Medikamente noch über funktionierende
medizinische Geräte. In Erbil, Mosul und Kirkuk sind acht der zehn Gesundheitszentren wieder funktionsfähig.
Die Caritas-Mitarbeiter helfen dort, die Versorgung der bedürftigen Menschen in der Umgebung zu gewährleisten. Solange die
Sicherheitslage es noch zugelassen hat, konnte Caritas Irak in größerem Maßstab dringend benötigte medizinische Notfallversorgung
und medizinische Hilfe ins Land bringen. Inzwischen müssen die Mitarbeiter aber auf niedrigem Level weiterarbeiten. Dennoch
gelingt es auch unter extrem gefährlichen Bedingungen, Hilfstransporte ins Land zu bringen. Der Bedarf an Unterstützung ist
enorm, und alle warten darauf, dass internationale Hilfe wieder verstärkt möglich wird im Irak.
Oktober 2008

