Sri Lanka: Fünf Jahre nach dem Tsunami
Projekte von Caritas international in Sri Lanka
Caritas international unterstützt die Caritas Sri Lanka seit vielen Jahren und konnte nach dem Tsunami auf die Kapazitäten der einheimischen Fachkräfte bauen: In der Soforthilfe, dem Wiederaufbau und der langfristigen Bekämpfung struktureller Ungerechtigkeit.
Caritas international hat mit Nahrungsmittellieferungen, Medikamenten, Zelten, und Notunterkünften Soforthilfe geleistet. Nach der unmittelbaren Katastrophenhilfe hat Caritas unter anderem den Wiederaufbau von mehr als 2.000 Häusern finanziert und Einkommen schaffende Maßnahmen unterstützt. Bis huete leistet Caritas international strukturelle Aufbauhilfen in Sri Lanka.
Einige der Tsunami-Projekte im Rückblick:
Wiederaufbau von Wohnraum
![]() |
Ein Beispiel: In der Diözese Colombo sind 700 Häuser neu errichtet und 450 Gebäude renoviert worden. Der Bau umfasst auch die nötige Infrastruktur wie Wasserleitungen, Wassertanks und Straßen. In der Diözese Colombo hat die Caritas einen Bauhof eingerichtet, in dem Ziegelsteine und Fertigbauteile hergestellt werden. Die Betroffenen arbeiten hier in einem Cash-for-work-Projekt. Familien mit mehr als drei Kindern, Alleinerziehende sowie Behinderte und Alte werden bevorzugt. Von der Planung bis zum Bau sind die Betroffenen an allen Arbeiten beteiligt.
Existenzsicherung
![]() |
Ein Beispiel: Caritas international unterstützt Kredit-Spar-Gruppen, um die Reparatur und den Kauf von Fischerbooten zu ermöglichen.
Die Betroffenen können in einem Cash-for-work-Programm die Fiberglasboote selbst herstellen. Nach dem Tsunami sind die Preise
für Boote in Sri Lanka um das Doppelte gestiegen. In der eigenen Werft werden die Boote wieder erschwinglich. Mit Hilfe von
Caritas international sind außerdem Fischereikooperativen entstanden, die unter anderem ein gemeinsames Kühlhaus betreiben.
Psycho-soziale Beratung und Begleitung
![]() |
Ein Beispiel: Neben der Tsunami-Katastrophe, die in dieser Region die stärksten Zerstörungen verursachte, leidet die Bevölkerung auch an den Folgen des Bürgerkriegs in Sri Lanka. Die Ordensgemeinschaften der Oblaten und der Holy Cross Sisters unterstützen seit Jahren mit verschiedenen Therapieangeboten, kombiniert mit medizinischer Versorgung durch mobile Kliniken, die Bevölkerung und verstärkten nach dem Tsunami ihre Aktivitäten. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf Kinder, unter Einbeziehung ihres familiären und schulischen Umfelds gelegt.
Oktober 2009



