Asien  

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Drei mal täglich...

... eine Mahlzeit für Flüchtlinge in Sri Lanka 

von Dolores Bachmann, Caritas Emergency Response Team Leader, Colombo, Sri Lanka

Caritas international versorgt vertriebene Menschen in Vayuniya und Jaffna in Nord Sri Lanka mit dringend benötigten Nahrungsmitteln.

Mehr als 188.000 Menschen haben in Flüchtlingscamps in den von Regierungsgruppen kontrollierten Gebieten Vayuniya, Jaffna und Trincomalee Zuflucht gefunden. Zirka 1.700 Verletzte wurden in Krankenhäuser in Mannar, Trincomalee, Anuradhapura und Colombo gebracht.

Die Caritas Sri Lanka versorgt mehr als 7.000 Menschen in sieben Flüchtlingslagern in der Diözese Jaffna und mehr als 12.500 Menschen in der Diözese Mannar. Die Verteilung von Nahrungsmitteln ist mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden. Die Caritas Sri Lanka arbeitet hierfür eng mit den lokalen Behörden, den Vereinten Nationen (UN) und mit anderen Hilfsorganisationen zusammen.

Die UN stellt Grundnahrungsmittel wie zum Beispiel Reis, Zucker, und Öl zur Verfügung und die Caritas vor Ort ergänzt die Speisen mit Gewürzen, Gemüse und Fisch, Eier und Fleisch. Die Mühe und der Aufwand, für 1.800 Menschen drei Mal am Tag in kleinen lokalen Küchen zu kochen, sind kaum vorstellbar.

Ein Team von ca. zwanzig Caritasmitarbeiter/innen organisiert die Nahrungsmittellieferungen für das Flüchtlingslager und die Aufbewahrung der Lebensmittel. Es ist eine große zeitliche und logistische Herausforderung für alle Beteiligten. Aus diesem Grund ist die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen elementar wichtig.

Die letzten Monate von Unsicherheiten und Unregelmäßigkeiten in den Nahrungsmittellieferungen haben ihren Preis. Viele Menschen sind unterernährt, besonders die Kinder und Alten. Sie sind meist die ersten Opfer von Krankheiten.

In den kommenden Wochen soll untersucht werden, wer und wieviele Menschen in den Flüchtlingslagern leben, wer zu den schwächsten Gruppen gehört und am meisten Hilfe benötigt.

273 alte und gebrechliche Menschen konnten schon aus dem Flüchtlingslager in das Kloster der Schwestern der Mutter Teresa in Vavuniya übersiedeln, wo sie sehr viel besser versorgt werden können als in den überfüllten Flüchtlingslagern. Die Schwestern können den alten Menschen hier auch beistehen, ihre Erlebnisse und Traumata zu verarbeiten, die sie im Kampfgebiet erlitten haben. 

Im ganzen Land mobilisieren die Diözesen alle Ressourcen und rufen zu Spenden auf. Kleider, Hygieneartikel und Essen werden dann von den Caritaspartnern vor Ort an die Bedürftigen verteilt.

 Mai 2009


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