Schwere Erdbeben auf Sumatra / Indonesien
Ärzteteam und Traumaexperten der Caritas waren im Katastrophengebiet im Einsatz - Zelte von Caritas international verteilt
Mehrere schwere Erdbeben erschütterten am 30. September und 1. Oktober 2009 die Region Padang an der Westküste Sumatras/ Indonesien. Nach offiziellen Angaben sind 787 Menschen tot geborgen worden, 241 wurden als vermisst gemeldet. Rund 200.000 Häuser sind unbewohnbar. Caritas international bietet den Erdbebenopfern in Familien-Zelten eine Notunterkunft.
In der Region Padang, auf der indonesischen Insel Sumatra, ereigneten sich am 30. September und 1. Oktober mehrere schwere
Erdbeben. Über drei Millionen Menschen wurden davon in irgendeiner Weise betroffen.
"Die Stadt Padang ist schwer in Mitleidenschaft gezogen. Aber weitaus schwerer betroffen sind die ländlichen Gebieten nördlich
von Pandang," so Fabian Tritschler, Caritas-Mitarbeiter vor Ort. Sie lagen näher am Epizentrum und wurden durch die Erdstöße
und Erdrutsche zum Teil völlig zerstört. 70 bis 100 Prozent der Häuser in den Dörfern sind in Mitleidenschaft gezogen.
Zelte für fünftausend Menschen
Caritas international stellte insgesamt 660 Zelte zur Verfügung, in denen rund 5.000 Menschen untergebracht wurden. Caritas Indonesien konnte bei der Verteilung auf Hilfe von Freiwilligen zurückgreifen. Die vier mal vier Meter großen Hauszelte wiegen je 65 Kilogramm und mussten von Padang ins Umland gefahren und dort aufgebaut werden. Die Zelte wurden zwischen den Trümmern der zerstörten Häuser aufgestellt, damit die Menschen an ihrem Wohnort und in ihrer Nachbarschaft bleiben konnten.
Die Caritas versorgte Menschen, die von den lokalen Behörden als hilfsbedürftig eingestuft wurden, mit Decken, Haushaltsgegenständen,
Trinkwasser, Nahrungsmittel und Medikamenten. In sieben Distrikten wurden 6.200 Familien mit Nahrungsmitteln und 900 mit sonstigen
Bedarfsgütern versorgt.
Die medizinische Nothilfe konnte ebenfalls bereits abgeschlossen werden. Bis zum Sommer 2010 wird aber das Psychologenteam
der Caritas vor Ort arbeiten und vor allem die Traumaarbeit bei Kindern und Jugendlichen leisten. Das Einsatz-Team, bestehend
aus indonesischen Fachkräften, war nach dem Erdbeben in Yogyakarta im Jahr 2006 gebildet worden.
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| Vor dem Aufräumen steht die Sicherung der Grundbedürfnisse nach Essen, Trinken und einem Dach über dem Kopf |
| Foto: Caritas international |
Das internationale Caritas-Netzwerk beziffert ihre Hilfen bis zum Ende der Wiederaufbauphasen mit 1,2 Millionen Euro. Die
Arbeit von Caritas international wird mit 136.000 Euro vom Auswärtigen Amt unterstützt. Von diesem Zuschuss konnten die Zelte
für die Erdbebenopfer finanziert werden.
Caritas international ruft zu Spenden für die Hilfen für die Opfer der Erdbeben auf.
Spenden mit Stichwort "Erdbebenhilfe Sumatra" werden erbeten auf:
Caritas international, Freiburg,
Spendenkonto 202 bei der
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
BLZ 660 205 00
oder online
Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) listet Caritas international in ihrem Spenden-Infoblatt "Katastrophen
Südostasien 2009"als besonders förderwürdige und seriöse gemeinnützige Hilsorganisation auf. Sie können das Infoblatt mit dem DZI Spenden-Siegel hier downloaden:
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Das Erdbeben vom 2. September 2009
Erst am 2. September hatte ein Erdbeben der Stärke 7,0 auf der Richter-Skala den Meeresboden 100 km vor der Küste West-Javas/
Indonesien erschüttert. Das Beben, für das die Tsunami-Warnung nach einer Stunde aufgehoben werden konnte, richtete vor allem
in den Distrikten Tasikmalaya und Garut Zerstörungen an.
Caritas Indonesien meldete, dass im Distrikt Tasikmalaya etwa 70 Prozent der Häuser zerstört oder beschädigt wurden. Vor allem
in den ländlichen Gebieten sind Schäden zu beklagen. "Es traf vor allem die armen Bauern, deren Häuser mit einfachen Baumaterialien
errichtet waren," sagt Ari Nugroho, Katastrophenhilfe-Manager der indonesischen Bischofskonferenz. Das nationale Katastrophenministerium
spricht von 17.000 zerstörten Häusern.
Oktober 2009


