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Spende

Bosnien-Herzegowina: Suchtprävention und Drogenrehabilitation für Jugendliche

Das Projekt

Caritas international unterstützt in Bosnien und Herzegowina die lokale Hilfsorganisation für Suchtkranke und gefährdete Jugendliche, "Narko-Ne" des Franziskanerordens St. Antoniusbrot. Der Verein hat in Sarajevo ein Projekt zur Suchtprävention für Jugendliche im Alter von zwölf bis 25 Jahren aufgebaut.

Anti-Rauchen-Workshop
Anti-Rauchen-Workshop

Ziel des Projekts ist es, junge Menschen über die Gefahren des Drogenmissbrauchs aufzuklären und sie zum bewußten Umgang mit ihrer Gesundheit anzuregen. In Theaterworkshops, einem Schülerzeitungsprojekt und einem Kunstworkshop, der von Studenten der Kunsthochschule geleitet wird, setzen sich die Jugendlichen mit dem Thema Drogen und Sucht auseinander.

In den Workshops lernen die Jugendlichen, problematische Situationen im Bezug auf Suchtverhalten zu erkennen, zu hinterfragen und positiv zu beeinflussen. Dass jeder für sich eine Entscheidungsmöglichkeit hat, und sei die eigene Lage noch so schwierig, dass man Gruppendruck widerstehen kann und Konflikte konstruktiv lösen kann, sind nur einige Beispiele für die Inhalte der Diskussionen.

Kreativität prägt die Workshops, die sich auf das Konzept der Erlebnispädagogik beziehen. Ehemalige Drogenabhängige unterstützen die Workshops und berichten bei monatlichen, eintägigen Verstaltungen von ihrer Suchterkrankung und ihren Erfahrungen.

Insgesamt 85 Jugendliche beteiligen sich an den verschiedenen Aktivitäten des Vereins "Narko-Ne". Über ihre eigenen Erkenntnisse hinaus, wollen die Teilnehmenden möglichst viele andere erreichen.

In den Theaterprojekten setzen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein eigenes Drehbuch um und stellen Situationen aus ihrem Leben szenisch dar. Die Aufführungen der Theaterstücke zum Thema Suchtprävention in Schulen und Jugendclubs erreichen mehrere Tausend Jugendliche.

Redaktion der Schülerzeitung
Redaktion der Schülerzeitung

Einen ähnlich großen Wirkungsradius hat die Schülerzeitung "Prenventeen", die aus dem Projekt entstanden ist. Die Jugendlichen verfassen die Beiträge, bearbeiten die Texte redaktionell und layouten die Zeitschrift, die vierteljährlich in einer Auflage von 1600 Exemplaren erscheint.

Über diese Projekte hinaus initiieren die Pädagogen und Sozialarbeiter von "Narko-Ne" Schulungen für junge Leiter von Jugend- und Studentengruppen in den Bereichen Suchtprävention sowie Methodik der Jugendarbeit und des Projektmanagements. Durch die multiethnische Zusammensetzung der Gruppen in den einzelnen Projekten wird die interkulturelle Kompetenz der Jungendlichen gefördert; sie lernen Menschen und Bräuche aus Gebieten ihrer Heimat kennen, mit denen sie aufgrund der ethnischen Aufteilung des Landes sonst nur wenig in Berührung kommen. Somit trägt die Arbeit auch zur interethnischen Versöhnung in Bosnien und Herzegowina bei.

Neben der Präventionsarbeit richtet das Hilfswerk des Franziskanerordens in Bosnien und Herzegowina St. Antoniusbrot in der Gemeinde Plehan derzeit ein Drogenrehabilitationszentrum ein, das junge Drogenabhängige beim Entzug und bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft unterstützen soll. Neben der therapeutischen Begleitung finden die Jugendlichen hier auch die Möglichkeit, in einem der Arbeitstherapie-Angebote ein Handwerk oder landwirtschaftliche Fähigkeiten zu erlernen.

Auch in Sarajevo hat St. Antoniusbrot eine therapeutische Gemeinschaft und Beratungsstelle errrichtet. Hier engagiert sich der Verein "Narko-Ne" seit 2005 in dem von unterstützen Projekt zur Suchtprävention. Das Projekt richtet sich an Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren, mit denen auf unterschiedliche Weise Themen aus dem Bereich der Suchtprävention erarbeitet werden. Die Beratungsstelle für Drogenabhängige, bezieht die Familien und Freunde der Jugendlichen in die Arbeit mit ein. Mit der Unterstützung sowie ihrer aktiven Mitwirkung am Prozess ist für eine erfolgreiche Rehabilitation und Resozialisierung der Drogenabhängigen besonders wichtig.

Februar 2008


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