Kosovo- Behindertenarbeit Prizren
Das Projekt Frühförderung
Unter Frühförderung versteht man pädagogische und therpeutische Maßnahmen für Kinder mit Behinderungen von ihrer Geburt bis zum Schuleintritt.
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| Je früher die Behinderung eines Kindes erkannt wird, desto besser kann es auf seinem Weg zur Entfaltung seiner Möglichkeiten gefördert werden. |
| Foto: Caritas international |
Manche Behinderungen sind nicht sofort bei der Geburt erkennbar. Häufig tun sich Eltern schwer, eine Entwicklungsverzögerung ihrer Kinder wahrzunehmen und anzunehmen. Dies ist für die spätere Entwicklung der Kinder aber sehr wichtig. Je früher ein Kind individuell in den Bereichen Wahrnehmung und Motorik gefördert wird, desto eigenständiger kann es im späteren Leben werden.
Gerade junge Mütter mit behinderten Kindern brauchen Mut, aus der Enge der Familie herauszutreten und die Förderung ihrer Kinder in speziellen Einrichtungen in Anspruch zu nehmen. Noch steht der Kosovo hier am Anfang.
Für die betroffenen Eltern hat die Caritas Kosovo daher eine Frühförderungsstelle eingerichtet. Krankenschwestern und Sozialarbeiter/innen der Caritas untersuchen die Kinder und beraten die Eltern ausführlich über die Möglichkeiten der Förderung. Sie geben Hilfestellungen für die Behandlung und Erziehung der Kinder. Logopädische und physiotherapeutische Behandlungen finden in Kleingruppen statt.
In Treffen mit anderen Eltern behinderter Kinder werden unter gezielter Moderation Erfahrungen ausgetauscht und ein Netzwerk zwischen den Eltern geknüpft. Ihnen wird Mut gemacht, mit ihren Kindern in die Öffentlichkeit zu gehen. Denn der Anblick behinderter Menschen ist auch in der kosovarischen Gesellschaft, in der Behinderung als Schande galt und vielleicht in manchen Köpfen noch gilt, keine Selbstverständlichkeit.
Daher machen die Mitarbeiter/innen auch Lobbyarbeit und Aktionen zur Aufklärung der Öffentlichkeit über die Situation von Kindern mit Behinderung.
Die Stadtverwaltung Prizren stellt dem Projekt kostenlos die entsprechenden Räumlichkeiten zur Verfügung.
Die Beratungsstelle soll ab 2011 schrittweise in die Verantwortung der Kommune übergeben werden.
September 2009

