China: Erdbeben in der tibetischen Präfektur der Provinz Qinghai
Die Situation
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Ein Erdbeben der Stärke 7,1 erschütterte am 14. Mai 2010 die schwer zugängliche Bergregion an der Grenze zu Tibet im Nordwesten Chinas. Im tibetischen Bezirk Yushu in der Provinz Qinghai kamen 2220 Menschen ums Leben, mehr als 12.000 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Das chinesische Katastrophenministerium spricht von circa 225.000 Betroffenen, das sind ungefähr 60 Prozent der Gesamtbevölkerung. Im Bezirk Yushu leben überwiegend Angehörige der tibetischen Minderheit.
Die Stadt Jiegu wurde aufgrund der dort üblichen Lehmziegel-Bauweise zu 80 bis 90 Prozent zerstört. Aber auch die Landbevölkerung ist schwer betroffen. Sie lebt in Höhenlagen bis zu 4.000 Metern von der Viehzucht, Leder- und Wolleproduktion. Das Erdbeben brachte die Häuser zum Einsturz, verletzte oder tötete die Bewohner und ihre Tiere, zerstörte Weideflächen und ließ Quellen versiegen.
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| Neben dem Dorf leben die Menschen in Notunterkünften |
| Foto: Caritas international |
Vor allem die Menschen in den abgelegenen Dörfern, Kranke, Alte und Familien ohne männliches Familienoberhaupt haben zum Teil sehr spät oder gar keine Hilfe erhalten, weil sie nicht zu den Verteilstellen in den Städten kommen konnten. Mittlerweile die Phase der ersten Nothilfe abgeschlossen.
Das Erdbeben lenkte den Blick der weltweiten Öffentlichkeit auf diese schwach entwickelte Region. Der Wiederaufbau könnte mehr leisten, als nur die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands.
Juli 2010



