Samoa: Caritas-Hilfen für die Betroffenen des Tsunami
Caritas Ozeanien leistet Katastrophenhilfe
Ein Erdbeben der Stärke 8,0 auf der Richterskala südwestlich von Amerikanisch-Samoa löste mehrere Tsunami-Wellen aus, die zu verheerenden Verwüstungen an den Küsten Samoas, Amerikanisch-Samoas, Tongas und anderer südpazifischer Inselstaaten führten.
Meterhohe Wellen haben in den frühen Morgenstunden des 30. September an den Küsten Samoas, Amerikanisch Samoas und Tongas schwere Verwüstungen angerichtet. Insgesamt starben knapp 150 Menschen in den Wassermassen, einige wenige gelten als vermisst. Die betroffenen Küstenstreifen wurden schwer verwüstet.
Auf Samoa hat das Seebeben nach Auskunft der Caritas Samoa die schwersten Schäden an der Südseite der Hauptinsel Upolu verursacht.
Caritas Mitarbeiter/innen halfen den Betroffenen unmittelbar dabei, sicheren Unterschlupf zu finden und brachten Verletzte
ins Krankenhaus der Hauptstadt Apia.
Im Inselstaat Tonga ist die im äußersten Norden der Inselgruppe gelegene Insel Niuatoputapu am schwersten betroffen. Die zerstörerischen
Wellen trafen die besiedelte Westküste. Insgesamt wurden auf den Inseln 3.500 Menschen obdachlos.
Der Premierminister Samoas hat die Caritas mit dem Bau von Notunterkünften beauftragt. Die Unterkünfte werden im samoanischen
Baustil errichtet und haben ein angeschlossenes provisorisches Badezimmer. Die Caritas Samoa konzentriert ihre Hilfen auf
die schwer betroffenen Dörfer Satitoa, Salea-Aumua und Poutasi. Die Baumaßnahmen sind noch nicht abgeschlossen. Daneben werden
die Haushalte mit Wassertanks und Gasflaschen versorgt.
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| Katastrophenhilfe-Team der Caritas Samoa |
| Foto: Caritas international |
Vorsorge und Traumaarbeit
Nach dem Tsunami haben Mitarbeiter der Caritas Samoa und Tonga in enger Kooperation mit den lokalen Behörden Nothilfemaßnahmen
für die Überlebenden eingeleitet und 5000 Menschen mit Wasser und Nahrungsmitteln versorgt. Sowohl Caritas Samoa, als auch
Caritas Tonga haben ausgebildete Katastrophenhilfeteams und Katastrophenmanager.
Ihre Spezialisierung - auch in Traumaarbeit - wurde gebraucht: Auf allen Inselstaaten übernahmen die Mitarbeiter der Caritas
die psychosoziale Betreuung der traumatisierten Überlebenden. Auf Tonga hat der Leiter der Caritas, Pfarrer Seluini besonderen
Erfolg bei der Arbeit mit verängstigten Kindern und Jugendlichen.
Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, unterstützt den Einsatz der Caritas Samoas und Tongas mit 50.000
Euro und ruft zu Spenden für die Überlebenden auf.
Spenden mit Stichwort "Nothilfe Ozeanien" werden erbeten auf:
Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00 oder online unter:
www.caritas-international.de
November 2009


