Lateinamerika  

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Haiti: Erste Nothilfe nach dem schweren Erdbeben

Rettungskräfte der Caritas finden Überlebende

Eine Woche nach dem Erdbeben hat ein Caritas-Team am Dienstag, den 19. Januar eine Frau lebend aus den Trümmern der Kathedrale von Port-au-Prince geborgen. Auch die weitere Suche nach Überlebenden war erfolgreich. 

Rettung einer Überlebenden
Die Rettung von Enu Zizi

25. Januar 2010. Bergungsteams der Caritas aus Mexiko und Südafrika zogen die 69-Jährige Enu Zizi nach zweistündiger Rettungsaktion aus den Ruinen der Kathedrale von Port-au-Prince, unter denen der Erzbischof sein Leben verloren hat.

Enu Zizi hatte dort zum Zeitpunkt des Erdbebens an einem Kirchentreffen teilgenommen. Als die Retter sie aus den Trümmern zogen, war die Frau zwar stark dehydriert und litt unter großen Schmerzen, da sie sich an der Hüfte verletzt hatte, war aber ansonsten nicht ernsthaft verletzt.

"Ich liebe Euch" war das Erste, was sie nach ihrer Rettung sagte. Die österreichische Caritas-Helferin Ruth Schöffl war vor Ort: „Es war wie ein Wunder, als wir nach einer Woche Suche ihre Stimme hörten."


Glücklich und erschöpft: Das Caritas-Rettungsteam
Glücklich und erschöpft: Das Caritas-Rettungsteam

Die Lebensretter waren vergangenen Donnerstag in einem Team, das von Caritas Mexico und Caritas Lateinamerika organisiert worden war, in Port-au-Prince angekommen.

Der Leiter des südafrikanischen Caritas-Teams, Ahmed Ham sagte: „Die Rettung von Enu Zizi war eine großartige Erfahrung für unser Team. Es ist das erste Mal, dass wir nach so langer Zeit noch einen Menschen nach einem Erdbeben lebend gefunden haben. Das gibt uns neue Hoffnung für die weitere Suche." Die Rettung von Ena Zizi hat den erschöpften Rettern Auftrieb gegeben, ihre Arbeit mit vollem Einsatz fortzusetzen.




Die Suche geht weiter
Die Suche geht weiter

Die Suche nach Überlebenden ist indes erfolgreich weitergeführt worden: Bei einem Rettungseinsatz am 16. Januar, an dem Caritasmitarbeiter beteiligt waren, konnten in Port-au-Prince 50 Überlebende aus den Trümmern geborgen werden.

"Solange immer noch Menschen lebend geborgen werden, arbeiten die Trupps fieberhaft weiter", berichtet der Caritas-Mitarbeiter Alexander Bühler aus Haiti.

Selbst noch am neunten Tag nach dem Erdbeben retteten Caritas-Mitarbeiter einen fünfjährigen Jungen, der in den Trümmern eines Hauses gefangen war.