Schweres Erdbeben in Chile
Caritas Chile engagiert sich nach der Soforthilfe besonders für die Katastrophenopfer in der Küstenregion
Caritas international hat direkt nach dem Erdbeben die Soforthilfen der chilenischen Caritas mit Lebensmitteln und anderen Nothilfegütern unterstützt. Für die Zeit des Wiederaufbaus konzentriert sich Caritas auf die Opfer des Tsunami, der nach dem Erdbeben viele Küstenorte zerstört hat.
24. März 2010. Nach dem schweren Erdbeben in Chile verteilte die Caritas Chile als Soforthilfe Lebensmittel in den am stärksten betroffenen Regionen Maule und Bío Bío, die aus anderen Teilen des Landes beschafft wurden.
Beim Wiederaufbau, der vier Wochen nach der Katastrophe angelaufen ist, engagiert sich die Caritas auf die Armutsregionen an der Küste, die sowohl von dem Erdbeben als auch vom Tsunami getroffen
wurden. Dringend benötigt werden hier zunächst Notunterkünfte für die Obdachlosen. Momentan stehen fast nur Zelte zur Verfügung, die jedoch in der bald einbrechenden Regenzeit nicht mehr ausreichend Schutz
bieten.
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| Prototyp für den Wiederaufbau |
| Foto: Katie Orlinsky / Caritas |
Caritas Chile plant, gemeinsam mit dem internationalen Caritasnetzwerk in den nächsten Wochen den Bau einfacher, solider Holzhäuser für 1.400 betroffene Familien. Die Häuser sind kälte- und feuchtigkeitsisoliert und erfüllen die erforderlichen sanitären und sozialen Standards. Auch für den Lebensunterhalt der betroffenen Familien möchte die Caritas Sorge tragen: Damit die Fischer und Bauern möglichst bald wieder für ihren Lebensunterhalt aufkommen können, stellt Caritas ihnen Arbeitsmaterialien und Produktionsmittel als Hilfen für die wirtschaftliche Existenz zur Verfügung. Die Familien erhalten Boote, Netze und Fischereiausrüstung, bzw. landwirtschaftliches Gerät. Die Hilfen sollen in erster Linie alleinstehenden Frauen mit Kindern und älteren Menschen zugute kommen.
Die Soforthilfen der Caritas Chile
Caritas Chile konnte nach der Katastrophe auf ein Netzwerk von Einrichtungen in 23 Diözesen zurückgreifen und arbeitete Hand in Hand mit anderen Hilfsorganisationen und dem chilenischen Zivilschutz. Zahllose Freiwillige haben sich an Sammelaktionen in Chile beteiligt und unterstützten die Mitarbeiter/innen dabei, die Hilfsgüter auf den Weg zu bringen. Dank der breiten Verankerung der chilenischen Caritas beteiligten sich auch etliche private Unternehmen an der Nothilfe. So hat unter anderem eine Fluggesellschaft Frachtraum für die Hilfstransporte zur Verfügung gestellt. Ein internationales Team von Caritaskollegen unterstützt auch nach der ersten Nothilfe die Arbeit der lokalen Caritas-Mitarbeiter/innen. Mit dabei ist ein von Caritas international beauftragter Nothilfe-Experte aus Peru.
Das Erdbeben in Chile
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| Nur 45 Sekunden dauerte das zerstörerische Beben. Wie hier in der Stadt Talca sind hunderttausende von Häusern zerstört worden |
| Foto: Victor Ruiz Caballero / Reuters/ alertnet.org |
Eines der schwersten Erdbeben, die je gemessen wurden, hat am 27. Februar die chilenische Pazifikküste erschüttert. Das Epizentrum
des Bebens mit der Stärke 8,8 auf der Richterskala lag im pazifischen Ozean etwa 115 km nordöstlich der Stadt Concepción.
Von den Erdstößen und den zahlreichen Nachbeben betroffen ist in erster Linie die Gegend um die Stadt Parral und Concepción,
aber auch die Hauptstadt Santiago de Chile. Vor allem aus Concepción, der zweitgrößten Stadt des Landes, wurden massive Zerstörungen
gemeldet. Aus Angst vor weiteren Beben verbringen die Bewohner der betroffenen Regionen die Nächte im Freien.
Durch das Seebeben wurde auch ein Tsunami ausgelöst, der mit mehreren Flutwellen auf die Küste Chiles traf und zahlreiche Küstenorte verwüstete. Die Regierung hat für sechs Regionen den Notstand ausgerufen.
Über die Höhe der Opferzahlen liegen keine genauen Angaben vor. Die Behörden gehen von mehreren hundert Toten aus. Die chilenische Regierung vermeldet, dass etwa zwei Millionen Menschen von dem Erdbeben betroffen sind und 1,5 Millionen ihre Wohnungen verloren haben. Trotz der massiven Zerstörungen aber sind Dank der besseren Bausubstanz in Chile weitaus weniger Opfer als nach dem Erdbeben in Haiti zu beklagen, bei dem mehr als 200.000 Menschen ihr Leben verloren haben.
Caritas international ruft zu Spenden für die Opfer des Erdbebens in Chile auf:
Kto-Nr. 202
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
BLZ 660 205 00
Stichwort: Erdbebenhilfe Chile



