Haiti: Hundert Tage nach dem Erdbeben
Caritas Haiti begann sofort mit der Nothilfe
Die Hilfe der Caritas Haiti läuft seit den ersten Stunden nach dem Beben auf Hochtouren – obwohl die meisten Mitarbeitenden selbst Tote und verletzte Familienmitglieder zu beklagen haben und auch viele der Büros der Caritas Haiti bei dem Erdbeben zerstört worden sind.
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| Zerstörtes Caritas Büro |
| Foto: Rasmus Stern / Caritas international |
Aufgrund der häufigen Hurrikans verfügt die Caritas Haiti über reiche Erfahrung auf dem Gebiet der Nothilfe. In kürzester Zeit hatte die Caritas in der Stadt Port-au-Prince elf Verteilungszentren aufgebaut.
Von hier aus versorgen die Mitarbeiter/innen seit dem die Not leidende Bevölkerung mit Wasser, Wasseraufbereitungstabletten,
Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln, Decken, Zelten und Werkzeugen.
Die Caritas Haiti ist dank ihrer lokalen Struktur gut im Land verankert. Sie besteht seit 1975 und hat vor dem Erdbeben 200
Gesundheitsposten und Krankenhäuser betrieben.
Insgesamt waren in den ersten drei Monaten rund 500 Mitarbeitende der Caritas Haiti und der weltweiten Caritas im Hilfseinsatz.
Auch Mitarbeitende von Caritas international sind als Unterstützung vor Ort.
In den ersten drei Monaten nach dem Erdbeben konnte das internationale Caritas-Netzwerk 1,5 Millionen Menschen Hilfe leisten.
Caritasverbände aus 60 Ländern haben sich in Haiti engagiert, darunter Caritas international:
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Medizinische Hilfe der Caritas
Acht so genannte WHO Health Kits hat Caritas international in der ersten Woche nach dem Erdbeben nach Port-au-Prince eingeflogen.
Mit den Health Kits gewährleistete die Caritas eine dreimonatige medizinische Grundversorgung von 80.000 Menschen.
Zusätzlich haben Caritas-Mitarbeiter haben zwei Notfall-Ambulanzen in Léogâne eingerichtet, die inzwischen von haitianischen Caritas- Ärzte- und Pflegeteams geleitet werden. Zur Zeit werden in jeder der Ambulanzen
täglich etwa 100- 200 Patienten behandelt.
Einsatz bei den Bergungsarbeiten
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| Glücklich und erschöpft: Das Caritas-Rettungsteam |
Bei Rettungseinsätzen in den ersten zehn Tagen nach dem Beben konnten Suchtrupps, an denen auch Caritasmitarbeitende beteiligt waren, mehr als
50 Überlebende aus den Trümmern bergen.
Für den Erzbischof von Port-au-Prince, Joseph Serge Miot, der zugleich Direktor der lokalen Caritas war und für seinen Generalvikar
kam die Hilfe zu spät. Das Zentralbüro der Caritas Haiti lag direkt neben der eingestürzten Kathedrale und ist ebenso wie
diese zusammengebrochen.
Bei einem Rettungseinsatz am 16. Januar, an dem Caritasmitarbeiter beteiligt waren, konnten in Port-au-Prince 50 Überlebende
aus den Trümmern geborgen werden. Am 19. Januar, eine Woche nach dem Erdbeben, konnten die Caritas-Bergungsteams eine Frau
lebend aus den Trümmern der Kathedrale bergen.
Selbst noch am neunten Tag nach dem Erdbeben retteten Caritas-Mitarbeiter einen fünfjährigen Jungen, der in den Trümmern eines
Hauses gefangen war.
Caritas international ruft weiterhin dringend zu Spenden für den Wiederaufbau nach dem Erdbeben auf:
Kto-Nr. 202
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
BLZ 660 205 00
Stichwort: Erdbebenhilfe Haiti
oder online
oder per SMS
21.April 2010



