Im Portrait

Caritas Litauen

Kristina Mišiniene

Caritas Litauen

Die unermüdliche Kämpferin gegen moderne Formen der Sklaverei, Kristina Mišiniene, ist im "Menschenhandel - Report 2006" des amerikanischen Außenministeriums als eine von zehn "Heroes in the Fight Against Modern-Day Slavery" ausgezeichnet worden.

Die 43-jährige Psychologin und Sozialwissenschaftlerin setzt sich bereits seit vielen Jahren für die Opfer von Frauenhandel und Zwangsprostitution ein. Ihrer Initiative ist es zu verdanken, dass das Problem in Litauen mittlerweile öffentlich diskutiert wird, der Frauenhandel offiziell geächtet ist und Frauen sich über die

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Gefahren informieren können. 2001 hat Kristina Mišiniene das Beratungs- und Unterstützungsprojekt "Hilfe für die Opfer des Frauenhandels und der Prostitution" bei der Caritas Litauen aus der Taufe gehoben.

Mehr als 300 Frauen hat die Psychologin gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen aus den Fängen von Menschenhändlern und Zuhältern befreien können und sie in der schwierigen Folgezeit begleitet. Die direkte Unterstützung der Opfer ist ihr immens wichtig. In unzähligen Stunden leistet sie zusätzlich zu Familie und Beruf den betroffenen Frauen psychologischen Beistand. Und ihr Engagement ist ansteckend: Das beweist die große Zahl von Freiwilligen, die Seite an Seite mit Kristina Mišiniene in dem Projekt mitarbeiten und einen großen Beitrag dazu leisten, dass inzwischen auch in den ländlichen Regionen Litauens Beratungsstellen aufgebaut werden konnten.

Doch die unmittelbare Hilfe alleine reicht nicht aus, dem Menschenhandel wirksam und grundsätzlich entgegenzutreten. Und so hat Kristina Mišiniene federführend eine groß angelegte Öffentlichkeitskampagne verschiedener internationaler Unterstützerorganisationen gestartet. Ein Ergebnis der Vernetzung der Lobbyorganisationen ist unter anderem Coatnet, eine internationale Initiative gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution, das von Caritas international mitfinanziert wird.