Asien  

Spende

Birma: Hilfen nach den Verwüstungen des Zyklon Nargis im Irrawaddy-Delta

Projekt

Die Militärjunta in Birma behindert weiterhin ausländische humanitäre Organisationen bei der Hilfe für die Opfer des Zyklons Nargis. Mittlerweile durften sich einige NGOs offiziell registrieren lassen und erlangten so Zugang zu den Katastrophengebieten.

Waisenkinder in Birma
Waisenkinder in Birma

Unter schwierigen politischen Verhältnissen leistete Caritas international über seine lokalen Partner unmittelbar nach dem Zyklon Nargis im Mai 2008 erste Nothilfe. Gemeinsam mit Malteser International sandte Caritas zwei Hilfsgüterflüge nach Birma. Sie brachten Boote, Wasseraufbereitungsanlagen und 14 Tonnen Medikamente, Verbandsmaterial und medizinische Geräte ins Land. Mit Spendengeldern in Höhe von 1,6 Millionen Euro haben die Caritas-Helfer u. a. 200.000 Frauen, Männer und Kinder mit Essen, Wasser und Schutzplanen sowie Haushaltswaren und Hygieneartikeln versorgt.

Caritas international engagierte und engagiert sich vor allem in Middle Island. In Middel Island, im Westen des Ayeyarwaddy Deltas schlug Zyklon Nargis auf Land auf. Dabei wurden alle Einkommensgrundlagen, Häuser und Infrastrukturen vollkommen zerstört.

In der Wiederaufbauphase lag der Schwerpunkt der Hilfe zunächst auf der Versorgung von Kindern. So haben Caritas-Einrichtungen und Ordensschwestern in der Diözese Pathein 800 Waisenkinder aufgenommen, deren Eltern vom Zyklon getötet worden waren. Hier werden sie versorgt, bekommen Schulmaterial und Schulgeld.

In der Erzdiözese Rangon wurde mit Spendengeldern ein zerstörtes Mädcheninternat wieder aufgebaut. Bei den Schülerinnen, die verschiedenen religiösen Gemeinschaften angehören, handelt es sich um Kinder aus armen Verhältnissen, deren Eltern sich das Schulgeld nicht leisten können. Das neue, zweistöckige Internat ist dank der soliden Beton/Ziegelbauweise flutsicher.

Buddhisten und Christen arbeiten beim Wiederaufbau Hand in Hand: So baut eine der Partnerorganisationen von Caritas international gemeinsam mit buddhistischen Mönchen acht Schulen wieder auf, die durch den Zyklon zerstört worden sind.

Gut ein Jahr nach dem Zyklon hilft Caritas international in 15 Siedlungen durch Entsalzung von Brunnen und Teichen bei der Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung und dem Bau von 1.900 Latrinen.

Bis Dezember 2008 war die Verteilung von Lebensmitteln notwendig, da die erste Ernte nach dem Tropensturm auf den stark versalzenen Feldern kaum Ertrag gebracht hatte. Etwa 150 Tonnen Reissaat sicherten die kommende Ernte. Zusätzlich wurden 20 Kleintraktoren für den Anbau beschafft, der genossenschaftlich in den Dörfern betrieben werden sollte.

Krankenhaus in Birma
Krankenhaus in Birma

Bereits kurz nach dem Zyklon im Mai 2008 konnten in Zusammenarbeit mit Malteser International und dem Pun Hlaing International Krankenhaus Gesundheitsposten für die erste Hilfe errichtet werden. Neben der medizinischen Hilfe fanden die Menschen hier auch eine Bearbeitung ihrer traumatischen Erlebnisse, Beratung in Sachen Abfallmanagement, Wasserver- und Entsorgung sowie die Wiederherstellung sanitärer Infrastruktur. Ausgehend von diesem Projekt werden nun echte Ambulanzen aufgebaut und ausgestattet sowie Laboranten und Krankenpfleger/-schwestern ausgebildet.

Bei allen Bauprojekten wird insbesondere auf flutsicheres Bauen wert gelegt.

Spenden für die noch länger anhaltende humanitäre Hilfe in Birma:

Caritas international
Spendenkonto 202
bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
BLZ 660 205 00
Stichwort: "Flutopfer in Birma"

August 2009