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Lateinamerika

Katastrophenhilfe

Haiti: Nothilfe nach Wirbelsturm Matthew

Menschen stehen an einer zerstörten Straße.Häuser, Infrastrukturen und Straßen wurden zerstört.CRS

"Matthew" war 2016 der gewaltigste Wirbelsturm, der seit Jahrzehnten an der Ostküste des amerikanischen Kontinents wütete. Am stärksten traf er am 4. und 5. Oktober 2016 den Südwesten Haitis und löste dort die schwerste humanitäre Krise seit dem verheerenden Erdbeben 2010 aus.

470 Menschen verloren bei der Katastrophe ihr Leben und rund 2,1 Millionen Menschen sind laut dem Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (UN OCHA) von den Auswirkungen des Sturms direkt betroffen.

Mancherorts wurden bis zu 90 Prozent der Gebäude zerstört oder beschädigt, und noch immer lebt ein Teil der Bevölkerung in provisorischen Unterkünften. Es gab massive Zerstörungen an den Infrastrukturen, wie Straßen, Wasser- und Stromnetz.

Menschen suchen in den Resten eines zerstörten Hauses nach ihren Habseligkeiten.Was der Sturm übrig ließ: Suchen nach Habseligkeiten.CRS

Gemäß dem nationalen Katastrophenschutz sind im Département Nippes mehr als 57.000 Familien von Sturmschäden getroffen. Allein hier wurden 22.660 Häuser komplett zerstört, viele weitere unbewohnbar. Schwer wog hier auch die Zerstörung der Landwirtschaft: In manchen Regionen wurden mehr als 80 Prozent der Ernten vernichtet. Damit war die Ernährung der Menschen nicht mehr gesichert

In der ersten Phase wurden vor allem Nahrungsmittel, Trinkwasser, Hygieneartikel, Werkzeug und Material zur Reparatur der Häuser dringend benötigt.

Hilfe von Caritas international

Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, unterstützte ihre Partner vor Ort bei den ersten Hilfsmaßnahmen.

Mit der lokalen Organisation Caritas Nippes besteht seit dem Erdbeben 2010 eine enge Kooperation. So wurde an mehreren Standorten ein Projekt zur Katastrophenprävention durchgeführt. Beim Wirbelsturm "Matthew" zeigte sich dessen Wirksamkeit, denn viele Menschen konnten sich in den neu errichteten Schutzunterkünften in Sicherheit bringen.

Auch in Kuba kam es durch "Matthew" zu schweren Zerstörungen. Caritas international stellte dort in einem ersten Schritt ihren Partnern 50.000 Euro für die Soforthilfe zur Verfügung.

September 2017