zurück

Afrika

Rechte für Kinder

Burundi: Das Kinderhaus Maison Shalom

Das Leben in dem zentralafrikanischen Land Burundi ist für viele Menschen durch die Folgen der Bürgerkriege und gewaltsamen Konflikte seit Mitte der 1980er Jahre geprägt. Hunderttausende verloren ihr Leben, und Hunderttausende waren in die Nachbarländer geflohen. Sie sind nach ihrer Rückkehr ohne Land und Geld. Fast jede Familie in Burundi hatte Opfer des Krieges zu beklagen.

Burundi gehört zu den drei ärmsten Ländern der Welt

Zurückgeblieben nach langen Jahren des Krieges ist eine desolate Menschenrechtslage UNd die zerrüttete Ökonomie des Landes. Laut UN-Statistik gehört Burundi zu den drei ärmsten Ländern der Welt. Das Land ist nur etwa so groß wie Belgien, mit etwa acht Millionen Einwohnern für afrikanische Verhältnisse aber dicht besiedelt. 62 Prozent der Bevölkerung sind Katholiken.

Menschen warten in einer Schlange auf die HilfsgüterVerteilung von HilfsgüternCaritas international

Die Sicherheitslage hat sich in den letzten Jahren deutlich stabilisiert. Der UNO-Sicherheitsrat hat im Februar 2013 das Mandat des UNO-Büros in Burundi verlängert. Nach Ansicht der Ratsmitglieder macht das Land, das Jahrzehnte lang von Bürgerkrieg heimgesucht wurde, Fortschritte auf dem Weg zu Frieden. So wird in Burundi nun eine Unabhängige Menschenrechtskommission gegründet. Auch wurden wichtige Schritte zur Gründung einer Wahrheits- und Versöhnungskommission getan. 2015 stehen Neuwahlen an.

Von einer wirtschaftlichen Erholung oder einer Entwicklung des Landes ist Burundi jedoch noch weit entfernt. Die UN-Welternährungsorganisation geht davon aus, dass fast 70 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze lebt. Nur jedes zweite Kind in Burundi kann die Schule besuchen, jeder 15. Erwachsene ist HIV-positiv oder an Aids erkrankt. 

Erschwerend kommt hinzu, dass seit dem Ende des Krieges Hunderttausende von mittellosen Flüchtlingen aus den benachbarten Ländern Tansania, Demokratische Republik Kongo, Ruanda und Uganda wiedereingegliedert werden müssen. Die UN-Flüchtlingsorganisation geht von etwa einer halbe Million Menschen aus, die bisher nach Burundi zurückgekehrt sind.

Mai 2013