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Afrika

Krisen und Konflikte

Elfenbeinküste: Flüchtlinge in Liberia

Menschen fliehen vor der Krise

eine Frau säubert Reis in einer NotunterkunftFlüchtlingslager in Liberia - trotz alltäglicher Arbeit kein AlltagGeorge Neto

Die Lage für die Opfer des Bürgerkrieges in der Elfenbeinküste spitzt sich weiter zu. Humanitäre Hilfe für das wirtschaftliche und politische Zentrum Abidjan ist aufgrund der anhaltenden Kämpfe derzeit noch nicht möglich. Die Hilfe von Caritas international, dem Hilfswerk der deutschen Caritas, muss sich deshalb momentan auf die Unterstützung von Flüchtlingen in Liberia konzentrieren, wo bislang rund 130.000 Menschen gestrandet sind. Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, stellt für die Versorgung der Flüchtlinge 200.000 Euro zur Verfügung. Engpässe gibt es bei der Versorgung mit Medikamenten, Lebensmitteln, Wasser, Kleidung und Notunterkünften.

Für Liberia, das selbst 14 Jahre Bürgerkrieg durchlitten hat, stellt die Aufnahme der Flüchtlinge aus der Elfenbeinküste eine große Belastung dar. "Die Lage ist sehr schwierig, denn Liberia ist nicht einmal in der Lage, seine eigenen Bürger zu ernähren", berichtet der örtliche Caritas-Direktor Mike Jurry. "Die Bewohner der Grenzstädte zeigen große Solidarität und teilen das wenige, was sie haben. Aber die Zustände werden von Tag zu Tag unerträglicher." Die Caritas organisiert in Absprache mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen ein Flüchtlingslager in Harper. Das besondere Augenmerk gilt der Versorgung von alten und behinderten Menschen, verwaisten Kinder sowie Schwangeren und jungen Müttern.

Spenden mit Stichwort "Westafrika" werden erbeten:

Caritas international, Freiburg
Spendenkonto 202
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00

 

Videoclip von Jorge Neto und Hannes Stegemann, Caritas international