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Afrika

Gesundheit, Pflege, Sucht

Mosambik: Gesundheit auf Rädern

Projektreferentin Sandra Schröder begleitet einen Krankenbesuch der freiwilligen Helfer Krankenbesuch der freiwilligen Gesundheitsaktivisten auf dem LandCaritas international

Über die Hälfte der Bevölkerung in der Provinz lebt in Armut. Die Ernährungssituation ist schlecht. Da der Staat eine ausreichende Gesundheitsversorgung nicht gewährleisten kann, bleiben von Krankheit Betroffene oder HIV-positive Menschen zumeist ohne Zugang zu Medikamenten sich selber überlassen. In der Region Estaquinha in der Provinz Sofala hat der Caritas-Partner Esmabama bereits 2012 mit staatlicher Unterstützung ein Gesundheitszentrum errichtet, um die Gesundheitssituation der umliegenden Gemeinden zu verbessern.

Besonders in der Provinz Sofala, im Herzen des Landes gelegen und sehr dicht bewohnt, ist der Gesundheits- und Ernährungszustand der Bevölkerung schlecht. Etwa 1,8 Millionen Menschen leben hier, davon etwas über ein Drittel in den Städten. Obwohl durch die  Provinz die Haupthandelsroute führt, die das Land über den Hafen mit Zimbabwe verbindet, ist Sofala die ärmste Region des Landes.

Die Hauptgründe für die hohe Kindersterblichkeit in Sofala sind Malaria, Atemwegsinfektionen, Durchfallerkrankungen und HIV. Hinzu kommen chronische und akute Unterernährung, verursacht durch immer wiederkehrende Dürren und steigende Lebensmittelpreise. Viele der genannten Krankheiten ließen sich mit einfachsten Mitteln behandeln oder durch Aufklärungs- und Präventionsarbeit sogar verhindern.

Vorsorge ist wichtig

Im Jahr 2009 hat der Staat das Ziel formuliert, die Anzahl die Neuinfektionen mit HIV in den folgenden fünf Jahren um ein Viertel reduzieren zu wollen. Um dieses Ziel zu erreichen,  werden u.a. Vorsorge und Aufklärungsarbeit unterstützt. Zugleich ist der Staat bemüht, Gesundheitszentren zu errichten, die auch für die Menschen in entlegenen Regionen erreichbar sind. Der Zugang zu medizinischer Erstversorgung ist enorm wichtig. Finanziell ist Mosambik mit der Umsetzung der Ziele überfordert und daher auf internationale Hilfe angewiesen. In einem der ärmsten Länder der Welt (Mosambik steht im Jahr 2016, gemeinsam mit dem Südsudan, auf dem Index über die menschliche Entwicklung auf Platz 181 von 188 Ländern) bieten die ländlichen Missionen Dienstleistungen im Bereich Bildung und Gesundheit, die sonst für die Bevölkerung hier kaum zugänglich sind. Eines dieser Gesundheitszentren entstand 2012 in der Region Estaquinha, die bis dahin besonders schlecht an das öffentliche Gesundheitssystem angeschlossen war.

Die Klinik wurde mit staatlicher Unterstützung vom Caritas-Partner Esmabama aufgebaut. Caritas international unterstützt Esmabama nun bei verschiedenen Aktivitäten in und um das Gesundheitszentrum herum. Zwei weitere Zentren in Barada und Mangunde kamen Ende 2016 hinzu. Ein Schwerpunkt liegt in der Ausbildung von so genannten "Activistas", die mit ihren mobilen Einsätzen die Gesundheitssituation der Menschen auf dem Lande langfristig verbessern helfen.

September 2017