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Afrika

Katastrophenvorsorge

Niger: Vorsorge gegen den Hunger

Sichere Ernährung für Kleinkinder

zwei Mädchen im PortraitDie Geschwister aus Toudoun Jaka (Niger) haben sich monatelang nur von wenig Hirsemehl und Wasser ernährt. Im Ernährungszentrum wurden sie mit nahrhaften Speisen aus Bulgur, Mais, Sojabohnen und Öl versorgt. CRS/ Lane Hartill

Die Republik Niger ist eines der ärmsten Länder dieser Erde. So nahm das Land im Jahr 2012 den vorletzten Platz im UNDP-Index über menschliche Entwicklung ein. Das heißt, ein Großteil der Bevölkerung muss mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen. Fast Zweidrittel der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Daher rüht auch die hohe Kindersterblichkeit. Weil der Niger in der Vergangenheit zudem von extremen Dürreperioden und damit verbundenen Hungerkrisen betroffen war, hat die Caritas Niger Ernährungszeitren aufgebaut.
Zusammen mit der Partnerorganisation Caritas - Développement - Niger (CADEV-Niger) wird die Ernährung für rund 15.000 Kleinkinder unter fünf Jahren gesichert. Das Projekt trägt dazu bei, die Sterblichkeitsrate der Kleinkinder zu senken. Dank Früherkennung sind die Ernährungszentren in der Lage, eine präventive Behandlung mangel- und unterernährter Kinder sowie schwangerer und stillender Frauen einzuleiten.

Die betroffenen Familien erhalten in den Zentren Nahrungsmittel wie Hirse, Mais, Bohnen und Reis. Darüber hinaus werden auch Medikamente an die Familien verteilt. Moskitonetze, Seife und Decken können das Leben von schwer unterernährten Kindern retten.

Um langfristig qualifiziert arbeiten zu können, bildet das Projekt drei Gesundheitserzieherinnen aus. Denn die Ernährungs- und Stillberatung der Mütter kann eine entscheidende Hilfe sein, wenn es darum geht, besonders schwache Kinder richtig zu ernähren und künftig Fehler in der Ernährung schwer Unterernährter vermeiden. Die Mütter erhalten Informationen darüber, wie man Unterernährung identifiziert und das Problem durch gute Ernährungspraktiken behebt. Ehrenamtliche Mitarbeiter Kochen in den Dörfern mit den betroffenen die entsprechende Schonkost. Besonders schwache Personen und sehr armen verwundbare Familien werden sogar zu Hause aufgesucht. So können auch die Schwächsten, die erst gar nicht bis in das Ernährungszentrum kommen, erreicht werden.

Die nationale CADEV arbeitet im Rahmen des Projektes eng mit den beiden diözesanen Strukturen CADEV Niamey und CADEV Maradi zusammen. Das Programm wird mit staatlichen Trägern, UNICEF, Ärzte ohne Grenzen und dem Welternährungsprogramm abgestimmt und koordiniert.

September 2014