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Asien

Situation

Hilfe für Dürreopfer

Indonesien besteht aus mehr als 17.500 Inseln. Das Land ist damit der weltgrößte Inselstaat. Trotz seiner fragmentierten Gestalt leben rund 250 Millionen Menschen in dem Staat. Die Menschen hier müssen mit mehreren Problemen gleichzeitig klar kommen: Geographisch gesehen ist Indonesien Teil des pazifischen Feuerrings. Gleich drei aktive tektonische Platten treffen hier aufeinander: Die indo-australische Platte im Süden, die euro-asiatische Platte im Norden und die pazifische Platte im Osten. Zudem gibt es mehr als 130 aktive Vulkane. Immer wieder kommt es durch die Verschiebung der Erdplatten zu Erdbeben, Erdrutschen, Vulkanausbrüchen und Tsunamis.

Zwei Hände unter einem laufenden WasserhahnIm Osten Indonesiens ist Wasser ein besonders wertvolles Gut. Caritas international / Holger Vieth

Auch der Klimawandel stellt die Indonesier vor große Herausforderungen. Die Wetterphänomene El Niño und La Niña, die für extreme Trockenperioden beziehungsweise extreme Regenperioden sorgen, haben die klimatischen Verhältnisse verschärft. Laut einer Einschätzung der indonesischen Behörde für Meteorologie, Klimatologie und Geophysik (BMKG) ist insbesondere der Einfluss von El Niño spürbar: Der Beginn der Regenzeit verzögert sich, die Trockenperioden dauern länger an und die Niederschlagsmengen fallen geringer aus als üblich. Die extremen Trockenperioden treffen vor allem die Bauern. Am härtesten sind die Bedingungen in der Provinz Nusa Tenggara Timor (NTT), die ohnehin vielerorts von Dürreperioden geplagt ist.

Die Region besteht aus mehr als 500 Inseln, zu den größten gehören Timor, Flores und Sumba. Der östliche Teil von Timor ist das unabhängige Land Ost-Timor (Timor Leste), West-Timor gehört zu Indonesien. Etwa 60 Prozent der Haushalte in der Provinz im Osten Indonesiens leben unterhalb der Armutsgrenze; ein Großteil der Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft, ein wiederum großer Teil hiervon in der Subsistenzwirtschaft, also weitgehend nur von dem, was sie selbst erwirtschaften. Selbst diese sehr simple Form der Landwirtschaft ist aufgrund der widrigen Bedingungen in diesem Teil der Welt eine Herausforderung. Immer wieder wird die Region auch von Naturkatastrophen heimgesucht. In der Provinz befinden sich 23 aktive Vulkane. Erst im Oktober 2012 brach auf der Insel Palue im Bezirk Sikka der Vulkan Rokatenda aus. Tausende Bewohner von Palue wurden auf die weitaus größere Insel Flores evakuiert, einige davon dann anschließend auf andere Inseln umgesiedelt - etwa auf die Insel Pulau Besar.

Januar 2017