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Asien

Katastrophenhilfe

Mongolei: Nothilfe nach Wintereinbruch

Hilfe für Mensch und Tier

Verteilung von Nothilfegütern vor einer JurteVerteilung von Nothilfegütern an eine Familie. Vor allem Winterkleidung war sehr gefragt.Caritas Mongolei

Ein Dsud, ein extremer Winter, hielt die Mongolei Ende 2016 bis Anfang 2017 fest im Griff. Bei Temperaturen bis minus 50°C und Schneehöhen bis zu 90 Zentimetern kam der Alltag buchstäblich zum Stillstand.

Abgelegene Regionen wurden abgeschnitten, Nutzvieh verendete und die betroffene Bevölkerung, zumeist Wanderhirten und ihre Familien, war auf Hilfe von außen angewiesen. Dringend benötigt wurden Nahrungsmittel, Trinkwasser, warme Kleidung, medizinische Hilfe und Tierfutter.

Caritas erreicht auch abgelegenste Gebiete

Die Caritas Mongolei leistete in den Regionen Nothilfe, die bis zu diesem Zeitpunkt keine Unterstützung erhalten hatten. Die Organisation ist eine der wenigen Hilfsorganisationen im Land, die logistisch in der Lage ist, auch entfernteste Gemeinden zu versorgen. In den sechs Provinzen Khuvsgul, Uvs, Töv, Bayan-Ölgii, Bayankhongor und Dundgobi verteilte Caritas an tausende Haushalte Nahrungsmittel, Winterkleidung, Trinkwasser und Kerzen. Der Fokus lag dabei insbesondere auf Nomadenfamilien, deren Lebensgrundlage die Viehhaltung ist. Haushalte mit geringem Viehbestand wurden deshalb noch mit Tierfutter, Vitaminpräparaten, Wundsalben und Decken für die Tiere unterstützt.

Neben der Verteilung von Hilfsgütern fanden Schulungen zur Katastrophenprävention statt, die die Menschen widerstandsfähiger vor neuen Wetterextremen machen sollen. Die Erfahrungen und der Klimawandel zeigen nämlich, dass die Dsdus in kürzerer Folge auftreten.

Die Maßnahmen haben nicht nur die unmittelbare Hilfe zum Ziel, sondern sollen auch der Landflucht entgegenwirken.

Caritas international, das Hilfswerk des deutschen Caritasverbandes, beteiligt sich finanziell an den Hilfsleistungen ihrer Partnerorganisation Caritas Mongolei.

Juli 2017