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Asien

Katastrophenhilfe

Mongolei: Nothilfe nach Wintereinbruch

Tierherde im SchneeTierhaltung unter Extrembedingungen.Caritas Mongolei

Die Lage der Mongolei im zentralasiatischen Hochland sorgt für ein extrem kontinentales Klima, das sich unter anderem durch lange arktische Winter auszeichnet. Kommt es zu einem Dsud, einem besonders schneereichen Winter, können die Temperaturen auf bis zu -50°C sinken. Tiere sind unter diesen Bedingungen nicht mehr in der Lage, Futter zu finden, viele sterben an Hunger und Kälte. Es ist nicht ungewöhnlich, dass während eines Dsdus über eine Million Tiere verenden. Betroffen davon ist die ganze Bevölkerung, insbesondere aber Wanderhirten, für die die Viehhaltung Lebensgrundlage bedeutet.

In der Regel kommt es alle 10 bis 12 Jahre zu dem Wetterextrem, durch den Klimawandel verkürzen sich allerdings die Abstände. Im Winter 2016/2017 wurde die Mongolei zum zweiten Mal in kurzer Folge von einem Dsud heimgesucht. Arktische Temperaturen herrschten und eine bis zu 90 Zentimeter hohe Schneedecke begrub das Land unter sich. Viele Straßen in 15 der 21 Provinzen waren nicht mehr passierbar und abgelegene Gebiete, die vor allem von Wanderhirten bewohnt sind, wurden abgeschnitten. Die Bevölkerung ist während dieser extremen Wettersituation auf Hilfe von außen angewiesen und benötigt Nahrungsmittel, Trinkwasser, Tierfutter, wärmende Kleidung und medizinische Betreuung.

Die mongolische Regierung bat aufgrund des extremen Wintereinbruchs die Vereinten Nationen um Hilfe. Die Caritas Mongolei hat ihre Hilfsmaßnahmen auf sechs Provinzen konzentriert, die keinerlei humanitäre Hilfe erhalten haben. Caritas international, das Hilfswerk des deutschen Caritasverbandes, unterstützt ihre Partnerorganisation bei der Nothilfe.

Juni 2017