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Asien

Katastrophenvorsorge

Nepal: Katastrophenvorsorge

Baumsetzlinge und Schulungen als Schutz

Mann steht neben einem Baumsetzling.Das Pflanzen von Baumsetzlingen an den Hängen schützt vor Erdrutschen und Überschwemmungen.Foto: Caritas international

Nachhaltig vorsorgen heißt auch, mehrgleisig zu fahren und verschiedene Aktivitäten zum Hochwasserschutz einzuleiten. So wird zum einen durch eine nachhaltige Landwirtschaft und das Anpflanzen von Bäumen an gefährdeten Hängen der Erosionsschutz gestärkt. Mit dem Bau von Mauersteinkörben und Drahtschotterkästen in den Talsohlen, können die Täler vor Hochwasserwellen geschützt werden. Die Kosten für Baumaterial, den Transport der Steine und die Baumsetzlinge in Höhe von rund 22.000 Euro finanziert die Caritas.

Schulen haben zentrale Bedeutung im Katastrophenschutz

Gleichzeitig bietet die Caritas Nepal Schulungen in den Dörfern an, um die Bevölkerung über ein angemessenes Handeln im Falle einer Katastrophe zu informieren. Zentral dabei ist die Rolle und die Lage der örtlichen Schulgebäude: Denn hier findet die Vorbereitung für die baulichen Aktivitäten statt, hier treffen sich die Katastrophenkomitees, die im Notfall die Hilfen koordinieren, hier werden Schüler/innen für mögliche Katastrophen sensibilisiert und damit auch deren Eltern und Lehrer/innen erreicht. Zudem werden an den Schulen Gemeindevertreter/innen und lokale Regierungsmitglieder in Katastrophenschutz ausgebildet. Und, die Schulgebäude werden baulich so aufgerüstet, dass sie im Falle einer Katastrophe als Auffanglager für Menschen genutzt werden können, die vor dem Hochwasser fliehen mussten oder deren Haus vor Erdrutschen zerstört wurde.

Personen in einer Besprechung im Schulgebäude.Gemeinsam werden die Katastrophenpläne erstellt.Caritas Nepal

Die Mitglieder der Gemeinden sind aktiv an der Erstellung von Katastrophenschutzplänen beteiligt, denn sie wissen am besten, was funktionieren kann, welche konkreten Gefahren auftreten und wessen Kenntnisse und Einsatz es braucht. Lokale Risikoanalysen sind dabei die Basis für die gemeinschaftliche Erstellung von Plänen. Ein Team lokaler Experten und Expertinnen leitet die Teilnehmenden an.

Maßnahmen erreichen rund 680.000 Menschen

In Mahottari profitieren langfristig bis 80.000 Familien (rund 400.000 Menschen) von dem Katastrophenschutz. In der Projektregion Udayapur leben 280.000 Menschen, und für viele von ihnen wird sich die Gefahr einer Katastrophe durch den Erosionsschutz sowie dank der Katastrophen-Notfallpläne deutlich verringern.

September 2016