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Asien

Katastrophenhilfe

Taifun Haiyan

Opfer des Taifun in Tacloban CityOpfer des Taifun in Tacloban CityCaritas Internationalis

Am 9. November 2013 kamen die ersten Meldungen aus der Hafenstadt Tacloban, die in dem Streifen, wo der Sturm ungehindert durchzog, vollständig verwüstet wurde.  Erst viele Tage später zeigte sich das ganze Ausmaß der Katastrophe, als Helfer und Rettungskräfte in die abgelegeneren Inseln und Regionen vordringen konnten. Die philippinische Regierung schätzte die Zahl der Toten auf etwa 6.000. Rund 23.500 Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen, die Häuser von über vier Millionen Menschen wurden zerstört, Unzählige haben ihre Lebensgrundlage verloren. Die verheerenden Sturmböen rissen alles mit sich, was ihnen im Weg stand und fegten zudem eine heftige Sturmflut an Land. Häuser, Felder, Boote, Kokosplantagen -  alles wurde zerstört. 

Philippinen Karte OCHA 17.11.2013Philippinen Karte OCHA 17.11.2013 (zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)OCHA

Sowohl die Helferinnen und Helfer aus den Philippinen selbst, als auch internationale Helfer hatten tagelang kaum die Möglichkeit, zu den Opfern vorzudringen. Quälend lange dauerte es -  und dennoch: In Anbetracht der enormen Verwüstungen und der daraus entstehenden Transportprobleme kam die Hilfe in den ersten Wochen sogar verhältnismäßig schnell zu den Betroffenen.

Die Hauptverkehrswege waren nach etwa drei Wochen wieder befahrbar, jedoch völlig verstopft, die Seehäfen oder Flughäfen teilweise erreichbar, doch heillos überlastet. Strom gab es fast nirgends, telefonische Verbindungen waren nur über Satellitengeräte möglich. Fehlende sanitäre Anlagen und ein absoluter Mangel an sauberem Trinkwasser stellten in den ersten beiden Monaten nach dem Taifun die größten Probleme dar, während die Versorgung mit Lebensmitteln relativ schnell gewährleistet werden konnte.

20 Taifune fegen jedes Jahr über die Philippinen hinweg

Drei Jahre nach Taifun Haiyan wurde ein Großteil der zerstörten Infrastruktur wieder aufgebaut. Doch aufgrund ihrer geografischen Lage werden die Philippinen immer wieder von Wirbelstürmen heimgesucht. Durchschnittlich 20 Taifune rasen pro Jahr über das Land, viele von ihnen mit einer ungeheuren Zerstörungskraft. Zuletzt wurde das Inselarchipel im Oktober 2016 vom Taifun Haima getroffen, dem schwersten Sturm seit Haiyan. 90.000 Menschen flohen in Notunterkünfte oder zu Verwandten. Neben dem Wiederaufbau ist die Katastrophenvorsorge daher ein wichtiger Bestandteil der Arbeit von Caritas international und der lokalen Partner. Ziel der Arbeit ist, dass die Menschen besser vorbereitet sind und widerstandsfähiger gegenüber Naturkatastrophen werden.

November 2016