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Europa

Katastrophenhilfe

Portugal: Verheerende Waldbrände

WaldbrandDurch extreme Trockenheit und Monokulturen mit Eukalyptus-Bäumen geriet das Feuer innerhalb kurzer Zeit außer Kontrolle. (Symbolfoto)Cameron Strandberg

Das Feuer war am 17. Juni gegen 14.00 Uhr Ortszeit, vermutlich durch einen Blitzeinschlag, ausgebrochen. Starke Winde, hohe Temperaturen und eine große Trockenheit heizten den Brand weiter an.

Staatsoberhaupt Marcelo Rebelo de Sousa war in der Nacht zur Unglücksstelle geflogen und sprach dort von einer "beispiellosen Situation".

Es ist zweifelsohne einer schlimmsten Waldbrände in der Geschichte Portugals: Über 60 Menschen sind bereits ums Leben gekommen, Dutzende Häuser wurden in der Region nordöstlich von Lissabon zerstört. Mindestens 150 Familien sind plötzlich obdachlos.

Die Caritas hat in einer ersten Maßnahme 200.000 Euro bereitgestellt, um die elementarsten Grundbedürfnisse der Betroffenen zu decken: Dazu gehört die Versorgung mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Hygiene-Artikeln. Gemeinsam mit dem nationalen Sozialministerium wurde zudem eine landesweite Sammelaktion für Kinder- und Sommerkleidung initiiert. Die Kleidung wird in allen Bistümern der katholischen Kirche gesammelt und über die Sozialzentren der Caritas Coimbra verteilt.

Juni 2017