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Lateinamerika

Katastrophenhilfe

Flutkatastrophe in Peru

Das Wetterextrem El Niño (spanisch auch für "Christkind") verdankt seinen Namen ursprünglich peruanischen Fischern, die das Phänomen vor allem um die Weihnachtszeit beobachtet hatten. Während El Niño in anderen Teilen der Erde für ausgeprägte Dürre sorgt, bedeutet es für die Westküste Lateinamerikas ungewöhnlich starke Niederschläge. Auch in dieser Saison begannen die Regenfälle bereits in der Weihnachtszeit.

Mehr als eine Million Betroffene

Vogelperspektive auf überschwemmtes GebietDie Wasser- und Schlammmassen rissen Häuser, Straßen und Brücken mit.Ministerio de Defensa del Perú

Wochenlange, in manchen Gegenden gar monatelange Regenfälle sorgten in Peru für Überflutungen, Schlammlawinen und Bergstürze. Sogar eigentliche Wüstenregionen wurden überschwemmt. Die Wasser- und Schlammmassen rissen Häuser, Straßen, Brücken und ganze Dörfer mit sich.

Nach Angaben des peruanischen Katastrophenschutzes sind 1,1 Millionen Menschen von den Auswirkungen der Überschwemmungen betroffen, 106 Menschen verloren ihr Leben und die Zerstörungen sind immens: Mehr als zehntausend Häuser wurden komplett zerstört und über hunderttausend schwer beschädigt, darunter Krankenhäuser und Schulen. Felder und Ernten sind vernichtet, Straßen und Brücken unpassierbar. Noch immer sind einige Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten, die Trinkwasserversorgung funktioniert vielerorts nicht.  

Auswirkungen von El Niño werden stärker

El Niño ist ein natürliches Ereignis. Nach Untersuchungen der Universitäten von Hongkong und Hawaii, beeinflusst der Klimawandel jedoch das El Niño-Phänomen: Der Wechsel zwischen Warm und Kaltphasen wird extremer und häufiger. "Wenn dieser Trend einer steigenden El Niño-Aktivität anhält, dann müssen wir künftig mit mehr Wetterextremen wie Überschwemmungen und Dürren rechnen, so die Forscher der Universität von Hawai.

Die lokale Caritas mit Unterstützung des weltweiten Caritas-Netzes, darunter auch Caritas international, leistet seit der ersten Stunde in vielen Regionen Nothilfe.

Mai 2017