zurück

Lateinamerika

Katastrophenhilfe

Flutkatastrophe in Peru

Das Wetterphänomen El Niño (spanisch auch für "Christkind") verdankt seinen Namen ursprünglich peruanischen Fischern, die das Phänomen vor allem um die Weihnachtszeit beobachtet hatten. Während El Niño in anderen Teilen der Erde für ausgeprägte Dürre sorgt, bedeutet es für die Westküste Lateinamerikas ungewöhnlich starke Niederschläge. Auch in dieser Saison begannen die Regenfälle bereits in der Weihnachtszeit.

Mehr als eine Million Betroffene

Vogelperspektive auf überschwemmtes GebietDie Wasser- und Schlammmassen rissen Häuser, Straßen und Brücken mit.Ministerio de Defensa del Perú

Wochenlange, in manchen Gegenden gar monatelange Regenfälle sorgten für Überflutungen, Schlammlawinen und Bergstürze in Peru. Sogar eigentliche Wüstenregionen sind überschwemmt. Die Wasser- und Schlammmassen rissen Häuser, Straßen und Brücken mit.

Nach Angaben des peruanischen Katastrophenschutzes sind bereits 1,1 Millionen Menschen von der Flut betroffen, 106 Menschen haben ihr Leben verloren. Dazu kommt die Trinkwasserproblematik: 60% der Betroffenen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, in Geschäften ist Wasser oftmals kaum noch oder nur zu Wucherpreisen zu erhalten, aus vielen Orten mehren sich zudem die Berichte über Plünderungen. 35 medizinische Versorgungszentren wurden durch die Fluten zerstört, nicht zuletzt deshalb steigt die Seuchengefahr mit jedem Tag. Auch eine Verbreitung von Moskito-initiierte Viren, beispielsweise das Dengue-Fieber, werden bereits gemeldet. 1,9 Millionen Kinder können derzeit nicht in die Schule gehen, sei es weil ihre Schule zerstört wurde oder aufgrund der weggespülten Straßen unerreichbar ist. Die Caritas Peru leistet Nothilfe in den am meisten betroffenen Gebieten.

Auswirkungen von El Niño werden stärker

El Niño ist ein natürliches Ereignis. Nach Untersuchungen der Universitäten von Hongkong und Hawaii, beeinflusst der Klimawandel jedoch das El Niño-Phänomen: Der Wechsel zwischen Warm und Kaltphasen wird extremer und häufiger. "Wenn dieser Trend einer steigenden El Niño-Aktivität anhält, dann müssen wir künftig mit mehr Wetterextremen wie Überschwemmungen und Dürren rechnen, so die Forscher der Universität von Hawaii.

Spenden mit Stichwort "Überschwemmungen Peru" werden erbeten auf:

  • Caritas international, Freiburg, IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BIC: BFSWDE33KRL oder online unter www.caritas-international.de
  • Charity SMS: SMS mit CARITAS an die 8 11 90 senden (5 EUR zuzüglich üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Caritas international 4,83 EUR)

Caritas international ist das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes und gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit mehr als 160 nationalen Mitgliedsverbänden.

April 2017