zurück

Naher Osten

Krisen und Konflikte

Irak: Hilfe für die Opfer des Konflikts

"Wir lassen ihn nicht im Stich"

Irak: Kind mit DownsyndromAde hat das Down Syndrom und einen Herzfehler - eine teure Operation wird unausweichlich werden. Zudem kosten seine Medikamente viel Geld für die kleine Familie.Philipp Spalek / Caritas international

"Ade ist ein Kämpfer”, sagt Azad Hanna. "Wir glauben an ihn.” Doch der elf Monate alte Junge steht vor einigen großen Herausforderungen. Er hat das Down Syndrom und wegen eines angeborenen Herzfehlers steht ihm eine komplizierte Operation bevor. Bis es soweit ist, soll Ade noch ein paar Kilo zunehmen. "Die Caritas unterstützt uns mit Geld, das wir in seine Behandlung investieren. Dafür sind wir sehr dankbar”, sagt Vater Azad, der mit seiner Frau Sabiha und seinen insgesamt vier Kindern in dem nordirakischen Bergdorf Sharanish in der Nähe der türkischen Grenze wohnt. Sie nehmen an einem Programm der Caritas Zakho teil, das sich auf die Hilfe für medizinische Notfälle spezialisiert hat - und das seine Türen sowohl offen für den armen Teil der Lokalbevölkerung als auch für die Vertriebenen geöffnet hat.

"Wir wollen, dass er es schafft”, sagt Azad. "Ade bringt Freude in die Familie. Sein Lachen, wenn er gebadet wird, wenn ihm jemand etwas vorsingt: es gibt keinen Tag, an dem es uns nicht ansteckt.” Doch selbst wenn die Operation glückt, wird seine Familie weiter kämpfen müssen. "Ich habe eine Beinprothese und kann nur noch eingeschränkt arbeiten. Wir müssen uns immer wieder strecken, um das Geld für Ades Medikamente zusammen zu bekommen. "Doch es gibt keine Alternative. Wir lieben ihn und lassen ihn nicht im Stich."

Holger Vieth besuchte Ade und seine Eltern um Juni 2017