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Naher Osten

Konflikte und Krisen

Jemen: Nothilfe im Bürgerkrieg

Nothilfe für Kinder im Jemen

Wasserlieferung in Flüchtlingslager im JemenKnapp 19 Millionen Menschen im Jemen sind auf Hilfe angewiesen, über 10 Millionen Menschen wissen nicht, wo sie die nächste Mahlzeit finden können. Hilfswerke wie die Caritas unterstützen die notleidende Bevölkerung.Foto: Philippe Kropf / OCHA

Die Zahlen sind alarmierend: 70 Prozent der Bevölkerung und damit beinahe 19 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen, über zehn Millionen Menschen können nicht sagen, wann und wo sie ihre nächste Mahlzeit herbekommen sollen. Eine halbe Millionen Kinder sind gravierend unterernährt. Krankenhäuser und Infrastruktur sind zu großen Teilen zerstört, nicht einmal die Hälfte aller medizinischen Einrichtungen im Jemen ist noch in Betrieb.

Gemeinsam mit CAFOD, dem englischen Pendant von Caritas international, unterstützen wir ein Projekt zur Versorgung unterernährter Kinder in den Bezirken Abyan und Aden. 3.124 Kinder, teilweise schwer unterernährt, werden in einer ersten Phase des Projekts unterstützt. Neben sogenannter "therapeutischer Fertignahrung", eine gebrauchsfertige, sehr kalorienreiche Nahrung mit wichtigen Zusatzstoffen wie Vitaminen und Mineralien, die in speziellen medizinischen Zentren ausgegeben wird, werden die Kinder auch medizinisch behandelt und die Familien mit Nahrungsmittelgutscheinen versorgt. Zudem wird medizinisches Personal speziell im Fachgebiet Unterernährung ausgebildet.

In einem zweiten Projektabschnitt werden über 4.300 Menschen, meist Eltern mit Kleinkindern oder Schwangere, in Ernährungsfragen speziell für Säuglinge und Kleinkinder geschult. Außerdem erhalten weitere 650 Personen Gutscheine für Nahrungsmittel.

Mai 2017