Afrika  

Spende

Süd-Sudan: Hilfsprogramme für Vertriebene 

Hungersnot in Südsudan

Über 1,5 Millionen Menschen in Südsudan sind von einer Hungersnot betroffen. Grund dafür sind mehrmonatige Dürreperioden in den letzten Jahren sowie eine Reihe bewaffneter Konflikte. Um 35.000 Menschen in besonders schwer erreichbaren Regionen helfen zu können, ruft Caritas international zu Spenden auf. 2,3 Millionen Euro werden für die lebensnotwendige Nahrungsmittelhilfe benötigt.

Trockenperioden haben in den Jahren 2008 und 2009 extrem schlechte Ernten zur Folge gehabt. In vielen Gebieten wird eine Ernte erst wieder für Mitte 2010 erwartet. Südsudan ist eine der ärmsten und am stärksten unterentwickelten Regionen der Welt: 16 Prozent der Bevölkerung sind unterernährt, neun von zehn Menschen leben von weniger als einem US-Dollar pro Tag und die Müttersterblichkeitsrate ist die höchste der Welt.

Verschlimmert wird die Situation für die südsudanesische Bevölkerung noch durch militärische Überfälle. Nach dem Auftauchen marodierender Banden wie z.B. der "Lord's Resistance Army" (LRA) aus dem benachbarten Nord-Uganda im letzten Jahr haben die bewaffneten Konflikte zugenommen. Mindestens 68.000 Menschen mussten bereits aus ihren Häusern und Dörfern fliehen. 

Die Hilfe der Caritas

Caritas wird 10.000 Menschen in der Region Ost-Äquatoria mit Nahrungsmittelhilfe und Saatgut versorgen, sowie Bauern verbesserte Anbautechniken aufzeigen, um zum Lebensunterhalt der Menschen bis zur Ernte 2010 beizutragen.

In der Region West-Äquatoria wird Caritas 25.000 Menschen in Ezo, Tombura und Nagero mit Nahrungsmitteln versorgen, also in Gebieten, die zu isoliert oder unsicher für andere Hilfsorganisationen sind.  

Der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, ruft zu Hilfe auf: "Die von Dürre und Krieg heimgesuchten Menschen in Südsudan brauchen dringend Hilfe. Die Caritas in der Region ist in der Lage, die Bevölkerung durch ihre kommunalen Netzwerke auch in den isolierten oder von Konflikt heimgesuchten Gebieten zu erreichen".

Forderungen von Caritas

Frieden ist notwendiger denn je in Sudan. Die Gewalt in Südsudan verschlimmert sich zunehmend. Auch in der westlichen Provinz Darfur ist noch keine Lösung für die humanitäre Krise gefunden. Die politische Führung in Sudan muss sicherstellen, dass die Bedingungen des 2005 unterzeichneten Friedensabkommens eingehalten werden.

Der Sicherheitsausschuss der Vereinten Nationen sollte Sudan jetzt auf die Tagesordnung setzen. Sonst ist zu befürchten, dass die Welt in den Jahren 2010 und 2011 Zeuge einer noch größeren humanitären Krise wird.

Caritas international ruft zu Spenden für die Hungernden im Südsudan auf

Spenden Sie hier Online oder:

Kto-Nr. 202
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
BLZ 660 205 00


Stichwort: Notleidende Familien im Südsudan

Oktober 2009 


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