Süd-Sudan: Hilfsprogramme für Vertriebene
Das Projekt
Jahrzehnte lang herrschte im Sudan ein Bürgerkrieg zwischen der Regierung im Norden und der Befreiungsgruppen des Südens. Vier Millionen Menschen leben allein hier als Vertriebene im eigenen Land.
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| Im Gesundheitszentrum der Caritas im Dorf Palotaka |
| Foto: Karen Kasmauski. CRS |
Bereits seit 1997 unterstützt Caritas international Notleidende im Südsudan. Seit vier Jahren engagiert sich Caritas vor allem
in Hilfsprogrammen für Hungernde, Flüchtlinge und Vertriebene im Südsudan.
Dazu gehören Soforthilfemaßnahmen wie Starthilfen für jene, die aus dem Norden oder den Nachbarländern zurückkehren, Sicherung
der Trinkwasserversorgung, Errichtung sanitärer Anlagen, Schul- und Ernährungsprogramme sowie berufliche Qualifizierungsmaßnahmen
für die Bevölkerung.
Die Bedingungen für die Rückkehrer sind denkbar schlecht: Es existiert nahezu keine soziale Infrastruktur mehr, es gibt kaum
Gesundheitsversorgung, wenige Schulen, extrem schlechte Straßenverbindungen, kaum funktionierende öffentliche Einrichtungen.
Die meisten Vertriebenen gehören verschiedenen Hirtenstämmen an, die untereinander um die knappen Wasser- und landwirtschaftlichen
Ressourcen konkurrieren. Dies hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass die Hirten mit ihren Rinderherden immer größere
Gebiete durchstreiften, um Weideland und Wasserstellen für ihr Vieh zu finden. Traditionelle Vermarktungsstrukturen standen
ihnen nicht zur Verfügung.
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| Auf dem Weg zur Schule. Mit den Wurzeln bauen die Kinder Kartoffeln für das Schulessen an |
| Foto: Karen Kasmauski , CRS |
Über mehrere Jahre lag der Fokus der Caritasarbeit demnach in der Bereitstellung einer sozialen und landwirtschaftlichen Infrastruktur,
welche es ermöglichte, die Rinderherden in kleineren Gebieten zu halten und so Konflikte mit Ackerbau betreibenden Nachbarstämmen
zu vermeiden.
Caritas unterstützt in ihren neun Diözesen die Rückkehrer. Dort, wo die Rückkehrer Chancen haben, dauerhaft zu bleiben, versorgt
sie Caritas international in dem aktuellen Projekt mit landwirtschaftlichem Gerät, Haushaltsgegenständen und Saatgut.
Das Hilfsprogramm für Kriegsopfer und rückkehrende Kriegsflüchtlinge im Südsudan wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt.
Januar 2011



