Asien  

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Kambodscha: Kinder mit Behinderungen fördern und integrieren

Das Projekt

Die Menschen in Kambodscha leiden bis heute unter den Folgen der Schreckensherrschaft der Roten Khmer und des  Krieges. Viele Eltern wurden als Kinder bewusst von ihren Eltern getrennt im Krieg eingesetzt. Ihnen fällt es heute sehr schwer, mit ihrer Elternrolle umzugehen. Noch schwieriger wird es, wenn ihre Kinder eine Behinderung haben.

Kind aus dem Projekt in Kambodscha

Große Armut, Mangelernährung und eine schlechte Gesundheitsversorgung führen in Kambodscha häufig dazu, dass Kinder mit Behinderungen geboren werden. Rückstände von Chemikalien in Ackerflächen und Gewässern sowie großflächig verminte Gebiete bedrohen zudem die Gesundheit der Menschen.

Die Caritas Kambodscha betreut Familien mit Kindern, die geistige Behinderungen, psychische Probleme oder Entwicklungsstörungen haben.

Der Psychiater Dr. Bhoomi und sein Team arbeiten daran, die Versorgung der Kinder in ihren Familien und Gemeinden zu verbessern und sie in Regelschulen zu integrieren. Caritas international unterstützt sie dabei.

Hilfe für Eltern und Kinder

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitszentrums der Caritas Kambodscha in der Nähe von Phnom Penh beraten und unterstützen seit 1991 Familien mit Kindern mit geistiger Behinderung oder psychischen Problemen.

Um eine möglichst große Zahl von Familien zu erreichen, setzen sie auf eine gemeindenahe Versorgung. In 24 Dörfern schulen sie Eltern in der Betreuung und im richtigen Umgang mit ihren Kindern.

In jedem der Dörfer werden zwei Freiwillige ausgebildet als Ansprechpartner und Helfer für die Familien. Denn viele der Probleme ließen sich durch eine bessere Ernährung, Hygiene und allgemeine Versorgung vermeiden. Eltern von Kindern mit Behinderung sollen lernen ihre Kinder anzunehmen und zu fördern, damit sie in Zukunft ein möglichst eigenständiges Leben führen können.

Kinder aus dem Projekt in Kambodscha

Kinder mit leichten bis mittelschweren Behinderungen haben ein Recht darauf, eine Regelschule zu besuchen. An vier Schulen in der Region werden daher die Lehrer für den Umgang mit den Kindern sensibilisiert und weitergebildet. Besondere Angebote, wie Sportclubs oder gezielte Hilfen bei Lernschwächen ergänzen das Projekt. Ziel der Bemühungen ist eine Verbesserung der Lebenssituation der Menschen sowie eine bessere Integration von Menschen mit Behinderung in die kambodschanische Gesellschaft.

Die Arbeit im Projekt:

  • Das Gesundheitszentrum der Caritas Kambodscha berät im Jahr etwa 3.000 Familien.
  • 24 Gemeinden und vier Schulen sind an das Projekt angeschlossen und werden regelmäßig von Mitarbeitenden des Gesundheitszentrums besucht.
  • Rund 7.000 Kinder und ihre Familien profitieren von dem Projekt.
  • 150 Kinder mit Behinderung wurden bisher in Regelschulen integriert.

November 2009


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