Armenien: Häusliche Pflege und Sozialstationen
Winterhilfe für alte Menschen
Lebensmittel oder Brennholz kaufen? Diese Frage des Überlebens müssen sich im Winter viele alte Menschen in Armenien stellen. Die bescheidene Rente reicht selten für beides.
Foto: Martin Sukiasyan, Caritas international
Gerade alte Menschen leiden oft besondere Not in Armenien. Nur Wenige haben in dem bitterarmen Land ein auch nur annähernd
sicheres Einkommen, um über die Runden zu kommen. Sie trifft im Winter Kälte und Schnee besonders hart: Schon ein Bündel Holz
kostet mehr als die Durchschnittsrente von 15 Euro pro Monat.
So verbrennen viele von ihnen Plastikfolien, Kartonagen und Abfall, um die kalten Räume während des sechsmonatigen, harten
Winters wenigstens stundenweise etwas behaglicher zu machen. Die Wohnverhältnisse sind häufig katastrophal: notdürftig isolierte
Bretterverschläge oder Stahlcontainer die gerade mal direkten Niederschlag abhalten, aber eigentlich nicht als Unterkunft
bezeichnet werden können.
Eine der Notunterkünfte ist ein fünfstöckiges, zum Teil eingestürztes Haus. Die Flure sind voller
Schutt, Hunde lauern auf den Gängen, die Toiletten sind kaputt, Nässe kriecht durch die Wände. Es ist bitter kalt. Gerade
an solch trostlosen Orten ist es wichtig, den Menschen etwas Nähe und Fürsorge entgegenzubringen.
Die Caritas Armenien hat bereits zu Beginn der kalten Jahreszeit mit der Winterhilfe begonnen und verteilt Brennholz, Lebensmittel
sowie Hygieneartikel an die besonders bedürftigen alten Menschen.
80 Euro kostet das Brennholz für fünf Monate.
Februar 2012

