


Hilfsprogramme in den palästinensischen Autonomiegebieten
Situation vor Ort
Es ist noch ein weiter Weg, bis die Umsetzung des jüngsten der vielen bislang gescheiterten Friedenspläne für den Nahen Osten
wahrscheinlich wird. Noch steht das Ziel der Verhandlungen von Aqaba die "endgültige und umfassende Beilegung des Konflikts"
zu erreichen, in weiter Ferne. Immer wieder wird jede aufkeimende Hoffnung auf eine in den Frieden mündende Lösung durch blutige
Ereignisse von der Realität überholt. Doch ohne den Glauben an eine mögliche Lösung kann kein Schritt auf der "Road Map" zum
Frieden gegangen werden. Auf beiden Seiten stehen sich unversöhnlich extreme Positionen gegenüber. Caritas international ist
sich des Problems bewusst, dass es bei der sich immer mehr verhärtenden Feindschaft zwischen Israel und der arabischen Welt
kein einfaches "Täter-Opfer" Schema gibt und Solidarität mit den Leidtragenden des Konflikts nicht entlang dieser Linie geübt
werden kann. Opfer gibt es zweifelsohne auf beiden Seiten. Dass Caritas sich in den besetzten Palästinensergebieten engagiert,
ist dem Umstand geschuldet, dass die isolierten besetzten Gebiete wirtschaftlich hart von den Folgen des Konflikts getroffen
sind. Durch die Blockade ist die wirtschaftliche Basis der Bevölkerung zusammengebrochen und inzwischen leben mehr als 50
% der Palästinenser unter der Armutsgrenze. Und eine hoffnungslose Lage birgt die Gefahr, dass die Spirale von Feindschaft
und Gewalt sich endlos weiterdreht.
Das Projekt
Caritas Jerusalem und unsere drei weiteren Partner in Palästina und Israel engagieren sich in den Bereichen Friedens- und
Versöhnungsarbeit, Jugendhilfe und Unterstützung von Drogenabhängigen sowie Behindertenprojekten. So konnte mit dem Projekt
"Medical Treatment for Poor Children" im vergangenen Jahr rund 50 kranken Kindern geholfen werden. Die Eltern dieser Kinder
sind meist arbeitslos und können die medizinische Behandlung nicht finanzieren. Besonders hart trifft es dabei jene, die behindert
oder chronisch krank sind. In diesen Fällen versucht Caritas international neben der ärztlichen Versorgung auch die besonderen
Bedürfnisse der Kinder wie z. B. den Schulbesuch in einer Behindertenschule zu berücksichtigen.
Zu den örtlichen Partnerorganisationen der Caritas in den besetzten Palästinensergebieten zählen der "Trust" - Trust for Programmes
for Early Childhood, Family and Community Education und "Lifegate". Der "Trust" arbeitet in dem unterstützten Projekt mit
Frauen, die als Freiwillige kranke und behinderte Kinder und Jugendliche unterrichten, "Lifegate" hat sich in erster Linie
der Behindertenhilfe angenommen.
In Israel unterstützt Caritas international "Children for Peace", eine weitere Partnerorganisation, die mit straffällig gewordene
Jugendlichen und Straßenkindern arbeitet. Das "Jaffna Institute" hat in Jaffna ein Dialogprogramm für arabische und jüdische
Kinder und Jugendliche zur Friedens- und Versöhnungsarbeit unter dem Motto "Building better Bridges" aufgebaut.
Als Download finden Sie hier eine Projektinformation zur Arbeit der Caritas Jerusalem im Drogenberatungszentrum
| Das Caritas-Drogenberatungszentrum in Jerusalem, pdf, 670 KB |

