Mittelamerika  

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Guatemala, Honduras und El Salvador: Hurrikan Agatha

Caritas international leistet Soforthilfe

Notstand in Guatemala, Honduras und El Salvador: Agatha, der erste Tropensturm der Saison, der am 30. Mai 2010 über die mittelamerikanischen Staaten gezogen ist, hat mindestens 150 Menschenleben gefordert. Die lokalen Caritasmitarbeiter/innen leisten Nothilfe.

Karte Guatemala

4. Juni 2010. Mehr als 150 Tote, zahlreiche Vermisste und etwa 125.000 Menschen, die aus der Katastrophenregion evakuiert werden mussten: So die bisherige Bilanz des Hurrikans, der am Wochenende über Guatemala wütete und über Honduras und El Salvador gezogen ist.

Der Sturm ging einher mit starken Regenfällen. In den Bergregionen aber auch in Guatemala Stadt kam es zu massiven Hangrutschen, die Hunderte von Häusern mit sich rissen oder mit Schlamm bedeckten. In Guatemala, das am stärksten von dem Sturm betroffen ist, sind aus den Bezirken Chimaltengo und Solola die schwersten Schäden gemeldet worden. Straßen und Brücken sind blockiert, zahlreiche Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Die Gefahr weiterer Erdrutsche ist extrem hoch.

Tropensturm in Guatemala
Straße nach dem Tropensturm in Guatemala
Foto: Caritas Guatemala

Gleichzeitig ist in Guatemala der Vulkan Pacaya ausgebrochen, der in unmittelbarer Nähe von Guatemala-Stadt liegt. Die Eruption des Vulkans hat zusätzlich die Flüsse und Kanäle mit Asche und Lava gefüllt und somit zu noch größeren Überflutungen geführt. 

Die Regierungen aller drei betroffenen Länder haben den Notstand ausgerufen und um internationale Hilfe gebeten.

Die lokalen Caritasmitarbeiter/innen, die seit Jahren bei den regelmäßig auftretenden Naturkatastrophen Soforthilfe leisten, sind mit Rettungsarbeiten im Einsatz.

In zehn Gemeinden Guatemalas leistet die lokale Caritas mit Unterstützung von Caritas international Nothilfe. Die Mitarbeiter/innen bauen Notunterkünfte auf und hat vier Gemeinschaftsküchen für die obdachlos gewordenen installiert. Neben provisorischen Gesundheitsposten zur Akutversorgung sollen in jeder der Gemeinden Trinkwasser-Versorgungsstellen eingerichtet werden. Etwa 200 freiwillige Helfer/innen unterstützen die Caritasmitarbeitenden in der Katastrophenhilfe. Die Caritas Guatemala hat sich im vergangenen Jahr stark in einem Netzwerk von Gemeindeaktivisten und Aktionsgruppen (Red de Protagonismo en Latinoamérica) engagiert. Dieses Netzwerk wird die längerfristige Nothilfe und der Wiederaufbau mittragen.

Als Soforthilfe hat Caritas international 50.000 Euro für die Opfer der Katastrophe zur Verfügung gestellt.


Caritas international bittet um Ihre Unterstützung für die Soforthilfe in Mittelamerika.

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Juni 2010