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Eglal Chenouda, Caritas Ägypten
Zuständig für die Entwicklung der Projekte zur Förderung von Menschen mit Behinderung im SETI Institut
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"Die Leute fragen uns oft, ob unsere Arbeit uns nicht deprimiert. Tatsächlich ist der Umgang mit Menschen mit Behinderung
und ihren Familien jeden Tag aufs neue eine Herausforderung: an unsere Courage, unsere Ausdauer, Geduld und Beharrlichkeit.
Aber statt dass es deprimiert, motiviert es uns und schenkt uns Hoffnung auf eine bessere Zukunft."
Begonnen hat Eglal Chenouda ihre Karriere als Sonderschullehrerin. Nach ihrem Diplom in Logopädie hat sie vorwiegend mit Kindern
gearbeitet, die Sprachstörungen haben. Seit 1990 arbeitet sie im SETI Institut der Caritas Ägypten. SETI steht für "Support,
Education and Training for Inclusion", für Begleitung, Bildung und Förderung der Integration. Das SETI Institut führt mit
dem familienzentrierten Ansatz ein Modellprojekt für Einrichtungen für Menschen mit Behinderung durch. Die modernen pädagogischen
Leitlinien, die SETI entwickelt hat, werden in anderen Ländern des Mittleren und Nahen Ostens und in anderen Projekten übernommen.
Eglal Chenouda ist eine qualifizierte Ausbilderin in Montessoripädagogik und unterrichtet Eltern und Erzieher/innen in den
Grundzügen des reformpädagogischen Ansatzes, den sie auf die Förderung von Kindern mit Behinderung überträgt.
Als Supervisorin entwickelt und betreut Eglal die verschiedenen Projekte des SETI Instituts zur Rehabilitation von Menschen
mit körperlicher oder geistiger Behinderung. Das Leitmotiv ihrer Arbeit dabei lautet: Wege zur Selbständigkeit vermitteln.
So werden Kinder mit angeborenen Entwicklungsstörungen und Behinderung in der familienzentrierten Therapie gefördert. Die Eltern und Geschwister sind in dem Projekt stark eingebunden. Bei der Frühförderung von Kleinkindern bis zum Schulalter bietet das Projekt von Eglal Chenouda den Familien Anleitungen und Training für die bestmögliche
Unterstützung der Kinder: physiotherapeutische Hilfestellungen, eigens entwickelte Spiele und Übungs- und Lernprogramme. Im
SETI Institut können Jugendliche und Erwachsene mit geistiger Behinderung auch eine berufliche Ausbildung machen. Wichtig ist hierbei, dass die Arbeit ein großes Maß an Unabhängig, Selbstbestimmung und Selbstbewusstsein mit sich
bringt. In den Programmen für ländliche Gemeinden, in denen es keinen Zugang zu Einrichtungen für Behinderte gibt, führt Eglal gemeinsam mit ihren Mitarbeiter/innen Schulungen
zur Förderung von Menschen mit Behinderung durch. Ziel ist es hier, die Verantwortung der Gemeinden, der Kindergärten und
Schulen für die soziale Integration von Menschen mit Behinderungen zu übernehmen.
August 2006
[Mehr zur Arbeit der Caritas in Ägypten]



