Lateinamerika  

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Schwere Überschwemmungen in Rio de Janeiro

Elendsviertel stark betroffen

Karte Brasilien

9. April 2010. Nach heftigen, unablässigen Regenfällen sind im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro tausende Menschen obdachlos geworden. Schlammlawinen haben am Dienstag, den 6. April vor allem in den Slumsiedlungen an den Berghängen Unterkünfte mit sich gerissen. Die Regenfälle haben allein am Dienstag in Rio de Janeiro 140 Erdrutsche ausgelöst.

In den Folgetagen sind immer weitere Hänge abgerutscht. Nach Behördenangaben kamen in der Millionenmetropole etwa 180 Menschen ums Leben, 200 werden noch vermisst. Die brasilianische Regierung hat den Notstand ausgerufen und die Bevölkerung der Armensiedlungen aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Mindestens 10.000 weitere Unterkünfte an den Hängen sind von Erdrutschen bedroht.

Rettung eines Babys aus dem Slum Borel
Rettung eines Babys aus dem Slum Borel
Foto: STRINGER Brazil / Reuters/alertnet.org

Die Bewohner anderer Stadtviertel wurden ermahnt, Zuhause zu bleiben, um die Rettungseinsätze und den Katastrophenschutz nicht zu behindern. Die Straßen sind überflutet und durch Erde und Geröll blockiert, der Verkehr ist teilweise vollkommen zusammengebrochen. Inzwischen haben zumindest die Regenfälle nachgelassen, die Gefahren weiterer Hangabgänge sind aber noch nicht gebannt.

Die nationale Caritas Brasilien hat unterdessen im ganzen Land dazu aufgerufen, die Opfer der Katastrophe mit Hilfsgütern und Spenden zu unterstützen und verteilt Hilfsgüter für die durch die Flut obdachlos gewordenen. Rund 250 Menschen sind in kirchlichen Einrichtungen untergebracht und werden hier versorgt. Caritas hat einen Aufruf gestartet, auch private Unterkünfte für die Überschwemmungsopfer zur Verfügung zu stellen.  

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Caritas international Freiburg
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