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Südostasien: Schwere Überschwemmungen und Erdrutsche durch heftige Monsunregen

Der diesjährige Monsun hat in Kambodscha, Vietnam, Laos und Thailand zu schweren Überschwemmungen geführt. Hunderte Menschen sind dabei bereits ums Leben gekommen, Zehntausende sind obdachlos geworden.

Kambodscha
Kambodscha erleidet die schlimmsten Fluten seit 10 Jahren 
Foto: REUTERS/ SAMRANG PRING

Starke Regenfälle haben in Südostasien viele Flüsse über die Ufer treten lassen, ganz Landstriche stehen unter Wasser. Allein in Thailand sind etwa 9,5 Millionen Menschen betroffen. Im Zentrum der Metropole Bangkok haben die Hochwasserdämme immerhin noch lange genug standgehalten, bis ein Großteil der Bevölkerung evakuiert werden konnte.  Der Direktor der Caritas Thailand, Bonni Mendez, schreibt in einer verzweifelten Mail von "Megafluten" in der Stadt und davon, dass Trinkwasser und Lebensmittel äußerst knapp sind. Die Fluten haben etwa ein Viertel der Reisernte zerstört. Seit Beginn der Regenfälle Ende Juli sind allein in Thailand laut nationaler Katastrophenschutzbehörde 437 Menschen in den Wassermassen ums Leben gekommen.

In Kambodscha sind 18 Provinzen überschwemmt. Die Fluten entstanden durch wochenlang anhaltende ununterbrochene Regenfälle, die den Fluss Mekong und den Tonle Sap See stark anschwellen ließen. Hinzu kommen abfließende Wassermassen aus Thailand, die verhindern, dass der Stand des Tonle Sap Sees sinkt. Als der Regen schließlich Mitte Oktober aufhörte stand das Flusswasser knapp vor dem Überlauf in die Stadt Phnom Penh, es fehlten nur noch 20 cm. Phnom Penh hatte aber mehr Glück als Bangkok und blieb verschont. 

Auch in Vietnam und Laos stehen weite Landesteile unter Wasser. Betroffen sind hier in erster Linie die Provinzen Zentral Vietnam, Quang Tri, Hai Lang und das gesamte Mekong-Delta. 

Die Hilfen der Caritas

Caritas international unterstützt die Hilfsmaßnahmen der nationalen Caritas-Organisationen und anderer Partner. Während in den Metropolen wie Bangkok der staatliche Katastrophenschutz zuständig ist und die Stadt vor den Fluten zu schützen versucht, sind die Menschen in der Provinz oftmals auf sich allein gestellt.

Der Schwerpunkt der Nothilfe von Caritas international liegt daher in den ländlichen Regionen. So unterstützt Caritas international die Arbeit der Caritas Kambodscha in den Katastrophengebieten mit 250.000 Euro. Das Katastrophenministerium berichtet, dass 23.000 Familien evakuiert sind, 300.000 Hektar Reisfelder wurden danach bereits vernichtet.

Die Caritas Thailand begann schon im August in der schwer betroffenen Provinz Mae Hong Son mit den Nothilfemaßnahmen. Sie versorgte 385 Familien, die in Notunterkünfte geflohen waren, mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Moskito-Netzen und anderen Hilfsgütern. In Zusammenarbeit mit anderen kirchlichen Organisationen haben haupt- und ehrenamtliche Caritas-Mitarbeiter die Hilfen auf die Regionen Chiang Mai, Ubon Ratchathani, Nakhon Sawan und Bangkok ausgedehnt.

Bezahlt machen sich dabei die langfristigen Caritas-Programme zur Katastrophenvorsorge, die den Menschen bei Rettungsmaßnahmen, in der Nothilfe und durch Warnsysteme helfen. In den Regionen Chiang Mai, Ubon Ratchathani, Nakhon Sawan, Udon Thani, Tharae-Nongsaeng und Ratchaburi betreibt Caritas international ein gemeinwesenorientiertes Katastrophenvorsorgeprogramm. 88 Katastrophenvorsorgeteams sind seit Monaten in ihren Dörfern tätig, um die Menschen auf Überschwemmungen vorzubereiten. Trainingsprogramme mit mindestens 50 Teilnehmern pro Dorf dienen dazu, im aktuellen Katastrophenfall die Maßnahmen auf viele Schultern zu verteilen und sinnvolle Maßnahmen zu ergreifen.

Caritas international bittet um Ihre Unterstützung für die Soforthilfe in den betroffenen Ländern.

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November 2011


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