Hilfe für Vertriebene und Opfer des Bürgerkrieges im Kongo
Caritas versorgt Opfer des Bürgerkriegs
Die Caritas Kongo verteilte in der Hochphase des Konfliks 2008/2009 mehr als ein Drittel der gesamten Lebensmittelhilfe, die das Welternährungsprogramm zur Verfügung stellt. Seit dem fragilen Friedensschluss von 2003, der immer wieder von heftigen Kämpfen gebrochen wird, unterstützen die Mitarbeiter/innen der Caritas Goma und Caritas Butembo die Vertriebenen mit Lebensmittel, Decken, Kleidung und Zeltplanen.
Nothilfe für die Flüchtlinge in Nord-Kivu / Ostkongo
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| Flüchtlinge, die in einer Schule in Kiwanja Zuflucht gefunden haben |
| Foto: © STR New / Reuters/alertnet.org |
Die Caritas im Ostkongo ist eine der engagiertesten humanitären Hilfsorganisationen in der Krisenregion. Sie verteilten ab
Juni 2009 allein mehr als zwei Drittel der Lebensmittelhilfen, die das UN- Welternährungsprogramm (WFP) zur Verfügung stellt.
Die Nahrungsmittelrationen deckten den Bedarf von 270.000 Flüchtlingen.
Internationale Hilfsorganisationen wurden in der Hochphase des Konflikts im Ostkongo zum größten Teil aus dem Kampfgebiet
abgezogen. Als lokale Organisation sind die Mitarbeiter der Caritas Goma und der Caritas Butembo aber nach wie vor handlungsfähig.
Während der erneuten Eskalation des Bürgerkriegs von November 2008 bis Januar 2009 versorgten die Caritasmitarbeiter/innen
regelmäßig etwa 100.000 Menschen in vier großen Flüchtlingscamps sowie Vertriebene in der Stadt Goma. Die Soforthilfen mit
Lebensmitteln, Decken, Planen und Kleidung werden vom internationalen Caritasnetzwerk mitfinanziert.
Auch nach dem vorläufigen Waffenstillstand war der Mangel an Hilfsgütern trotz der Großlieferungen überall spürbar. Auf den
lokalen Märkten in den benachbarten Provinzen sind nur im begrenzten Umfang Nahrungsmittel zu erhalten.
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| Caritas Goma versorgt diese unbegleiteten Flüchtlingskinder im Waisenhaus Don Bosco |
| Foto: Alexander Bühler, Caritas international |
Die Kämpfe im Osten Kongos haben derweil nicht aufgehört, denn immer wieder brechen verschiedene Milizverbände die Vereinbarungen.
Im Februar 2010 kam es zu erneuten Attaken in den Regionen von Birambizo und Mweso. Auch nördlich von Goma häufen sich Überfälle, Plünderungen und Morde. Die Caritas Goma, die die Flüchtlingslager der Vereinten
Nationen regelmäßig versorgt, hat weiteren großen Bedarf an Hilfsgütern für die neu eintreffenden Flüchtlinge festgestellt.
Sie brauchen in erster Linie Haushalts- und Hygieneartikel. Gleichzeitig müssen die Unterkünfte der Flüchtlinge, die hier
schon seit Jahren untergebracht sind, wieder Instand gesetzt werden. Die Arbeit der Caritas Goma wird vom Auswärtigen Amt
der Bundesregierung mit unterstützt.
Um den Flüchtlingen dauerhaft helfen zu können, werden dringend weitere Spenden benötigt.
Manche der etwa 1,2 Millionen jahrelang Vertriebenen hatten erst im vergangenen Jahr versucht, wieder in ihre Dörfer zurückzukehren
und ihr Leben dort wiederaufzubauen. Sie gehören nun erneut zu denen, die von den Milizen vertrieben wurden. Mittlerweile
leben viele Familien seit vielen Jahren in Flüchtlingscamps.
Caritas international bittet dringend um Spenden für die Flüchtlinge im Osten Kongos
Onlinespende [weiter...]
Kto-Nr. 202
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
BLZ 660 205 00
Stichwort: Flüchtlinge Kongo
Juni 2010


