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Magdalena Cuevas, Koordinatorin für Behindertenhilfe, Caritas Bolivien
Ermöglicht, Wünsche zu artikulieren
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"Mein Ziel war es, den am meisten benachteiligten Kindern zu helfen", berichtet Magdalena Cuevas, die 1965 in Bolivien geboren
wurde: "Kindern, die mit Zerebralparese zur Welt kommen. Deshalb machte ich eine Ausbildung zur Physiotherapeutin. Ich arbeitete
mehrere Jahre lang in einer staatlichen Einrichtung. Bald stellte ich fest, dass man Kleinkindern mit Zerebralparese durch
Physiotherapie nur bedingt helfen kann.
Erst eine Sprachtherapie ermöglicht vielen dieser Kinder, ihre Wünsche und Bedürfnisse zu artikulieren. Ich bemühte mich um
ein Stipendium und studierte dann Logopädie in Brasilien, weil diese Studienrichtung bei uns in Bolivien nicht angeboten wurde.
Seit Juli 2004 arbeite ich als Koordinatorin im Projekt Yanapasiña der Caritas Bolivien und leite ein vierköpfiges Team. Wir bilden in den Gemeinden und Stadtteilen Multiplikatoren aus, deren Aufgabe es ist, Familien mit behinderten Kindern zu betreuen.
Ziel ist eine bestmögliche Frühförderung und Versorgung von Kindern mit Behinderung in ihren Familien. Darüber hinaus gehört es zu meinen Aufgaben, Kontakte zu Behörden, staatlichen Einrichtungen, Schulen und Gemeindeverwaltungen zu knüpfen. Dabei geht es letztlich darum, auf ein gleichberechtigtes Miteinander von Behinderten und Nicht-Behinderten in der bolivianischen Gesellschaft hinzuwirken."
Juni 2006



