Anahit Ginosyan, Caritas Armenien
Krankenschwester in der häuslichen Pflege
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Anahit Ginosyan, arbeitet seit vier Jahren im Hauskrankenpflegeprojekt der Caritas Armenien. Die 52-jährige Krankenschwester
besucht regelmäßig 130 alte alleinstehende Menschen die von Pflegehelfern betreut werden. Die meisten von ihnen leben weit
unter dem Existenzminimum.
"Ich bin seit 30 Jahren Krankenschwester. Unsere vierjährige Ausbildung in der Sowjetunion war stark am Beruf des Arztes orientiert.
In ländlichen Regionen haben wir in den Gesundheitsstationen die Ärzte ersetzt. Bevor ich vor vier Jahren meine Arbeit bei
der Caritas begonnen habe, habe ich lange in der chirurgischen Abteilung eines Krankernhauses in Gyumri gearbeitet. Parallel
dazu war ich noch immer halbtags im Krankenhaus tätig." Jetzt ist Anahit Ginosyan froh, dass sie ganz den alten Menschen in
der Hauskrankenpflege beistehen kann.
"Der Hauptunterschied zum Krankenhaus ist der enge Kontakt zu den alten Menschen - und sofern sie noch haben - ihren Familienangehörigen.
Ich lerne von den alten Männern und Frauen viel. Manchmal belastet mich meine Arbeit psychisch stark, zum Beispiel bei der
Sterbebegleitung", erzählt die resolute und doch so warmherzige Frau. "Mein Ausgleich sind meine drei Enkelkinder", sagt sie
und strahlt über das ganze Gesicht. Wie in Armenien üblich, leben auch in ihrer Familie die Generationen eng zusammen und
einer der Söhne wohnt mit seiner Familie mit im Haus der Großeltern. Und so kommt es, dass die kleinen Enkelinnen schon warten,
wenn Anahit nach dem Arbeitstag in der häuslichen Pflege in Gyumri nach Hause kommt.
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