Irak: Das Well-Baby-Programm
Das Projekt
Die Caritas Irak kann als einheimische Organisation trotz der katastrophalen Lage im Land weiterarbeiten. Sie ist nicht auf ausländische Mitarbeiter angewiesen, sondern arbeitet mit der finanziellen Unterstützung der internationalen Caritasorganisationen eigenständig im Irak - so auch das Caritas Projekt "Well Baby".
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| Medizinische Hilfe im Well Baby Projekt der Caritas Irak |
Seit vielen Jahren unterstützt die Caritas Irak bedürftige Familien mit Zusatznahrung und medizinischer Versorgung. Momentan,
sechs Jahre nach dem offiziellen Ende des Krieges, können rund 10 000 Kinder in den verschiedenen Kliniken des Well-Baby-Projekts
behandelt werden. Die Sicherheitslage im Irak hat ihren Tribut gefordert: Im Jahr 2001 haben die Ärzte in den Kliniken der
Caritas Irak noch 20 000 Kinder versorgt. Doch trotz des hohen Risikos arbeiten die "Well-Baby-Kliniken" weiter.
"Die Mitarbeiter/innen der Caritas Irak arbeiten unter extrem hohem Risiko. Und doch gelingt es ihnen, in dem Land, in dem
die öffentliche Gesundheitsversorgung fast vollständig zusammengebrochen ist, medizinische Versorgung zu gewährleisten", betont
die Präsidentin der Caritas für den Nahen Osten, Claudette Habesch.
Die Zielgruppe des Programms sind dabei besonders Kleinkinder bis zum Alter von fünf Jahren und deren Mütter. Das Programm
hat zwei Ansatzpunkte: Die Behebung der Mangelerscheinungen und der sinnvolle Umgang mit dem beschränkten Nahrungsmittelangebot:
In einer sorgfältigen medizinischen Untersuchung der Kleinkinder wird zunächst der Grad der Unter- beziehungsweise Fehlernährung
der Patienten erfasst. Entsprechend der Bedürftigkeit werden die Familien dann mit Zusatznahrung wie Milchpulver und hochwertigen
Protein-Keksen unterstützt. Ärzte begleiten und beobachten die Entwicklung der Kleinkinder.
Gleichzeitig finden Trainingskurse in kindgerechter Ernährung für Mütter statt. Diese Kurse führen erfahrene Ernährungswissenschaftler
durch und erarbeiten mit den Müttern Wege, wie bei dem eingeschränkten Nahrungsmittelangebot eine ernährungsphysiologisch
sinnvolle Kost zusammengestellt werden kann.
Die bedürftigen Familien wurden durch die Sozialzentren der Caritas Irak ausgesucht und betreut. Insgesamt 13 solcher Zentren
werden landesweit durch die Caritas Irak unterhalten.
Juli 2009


