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Spende

Flüchtlingsdrama in Kirgisistan

Caritas international leistet Nothilfe für die Opfer der gewalttätigen Auseinandersetzungen

Mehr als 100.000 Menschen sind seit Beginn der blutigen Ausschreitungen in Kirgisistan auf der Flucht. Caritas international leistet Nothilfe für die Flüchtlige.

1. Juli 2010. Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, hat 50.000 Euro für die Nothilfe in Kirgisistan zur Verfügung gestellt und ruft zu Spenden für die Flüchtlinge auf. Ein Team des internationalen Caritasnetzwerks ist in die Krisenregion eingereist, um dort notwendige Hilfen der Caritas für die Flüchtlinge zu koordinieren.

Karte Kirgisistan


Die humanitäre Lage für die Flüchtlinge im Süden Kirgisistans bleibt auch drei Wochen nach Beginn des Konflikts weiterhin angespannt. Mehr als 100.000 Menschen sind vor der Gewalt geflüchtet, die seit dem 10. Juni 2010 zwischen den rivalisierenden kirgisischen und usbekischen Gruppen eskaliert ist.

Die von den Ausschreitungen Betroffenen mussten Hals über Kopf aus ihren Häusern fliehen. Unbekannte Angreifer haben ganze Häuserzeilen niedergebrannt oder systematisch zerstört. Über die Drahtzieher des Konflikts kann nur spekuliert werden - sicher aber scheint, dass es sich nicht um ursächlich ethnische Spannungen gehandelt hat, sondern vielmehr eine geplante Aktion mit vermutlich politischem Hintergrund hinter den Attacken steht. 

Viele der Flüchtlinge sind bei Freunden oder Verwandten untergekommen. Familien, die Flüchtlinge aufgenommen haben, beherbergen teilweise bis zu fünf obdachlos gewordene Familien. 300.000 Menschen sind laut der Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen insgesamt von den Ausschreitungen in Kirgisistan betroffen. 

Flüchtlinge in Kirgisistan
Flüchtlinge in Kirgisistan
Foto: Shamil Zhumatov/Reuters/www.alertnet.org

Das internationale Caritas-Team hat gemeinsam mit drei lokalen Hilfsorganisationen die Verteilung von Nothilfen wie Decken, Schlafmatten, Wasserkanistern sowie Hygienepaketen in die Wege geleitet. In erster Linie sollen dabei die Flüchtlinge versorgt werden, die nicht mehr in ihre Häuser zurückkehren können und alles verloren haben. Caritas unterstützt aber auch die Gastfamilien, die Flüchtlinge aufgenommen haben.

Sorge hatte den Helfern das angekündigte Verfassungsreferendum am Sonntag, den 27. Juni bereitet. Mit dem Referendum hat die kirgisische Übergangsregierung ihren Kurs bestätigen lassen. Zur großen Erleichterung aller Beteiligten ist die Wahl aber friedlich verlaufen.

1. Juli  2010


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