Spende

Jordanien: Zentrum für irakische Flüchtlinge und Migranten

Das Projekt Freiwilligenarbeit der Caritas Jordanien 

700 Freiwillige unterstützen inzwischen die Arbeit der Caritas Jordanien. Die Caritas-Mitabeiter/innen haben die Freiwilligen in Kursen für ihr soziales Engagement weitergebildet. 

Verteilung von Hilfsgütern für Flüchtlinge in Jordanien
Freiwillige helfen bei der Verteilung von Hilfsgütern an Flüchtlinge in Jordanien
Foto: Bjarne Jorgensen

Eine Gesellschaft zu gestalten, in der den Schwachen und Benachteiligten geholfen wird, ist ureigenstes Anliegen der Caritas weltweit - so auch in Jordanien. Mitarbeiter/innen der caritativen Einrichtungen bilden daher Freiwillige aus der jordanischen Bevölkerung aus, die Caritas Jordanien bei akuten und langfristigen Aufgaben tatkräftig unterstützen. Die von Caritas professionell begleiteten Jordanier/innen übernehmen Dienste innerhalb ihrer Gemeinden: Sie pflegen kranke Menschen, betreuen Alte und Witwen oder nehmen sich der Migrantinnen und Migranten an. 

Knotenpunkte des Freiwilligennetzwerks sind 37 katholische Pfarreien und zehn Sekundarschulen, die über ganz Jordanien verteilt sind. So gelingt es eine Zivilstruktur aufzubauen, die sozial benachteiligten Menschen hilft. Insgesamt sind es 700 Freiwillige im Alter von 16-60 Jahren, die sich in 24 Caritas - Komitees für ihren Nächsten einsetzen.

Über 90 Prozent der Jordanier/innen bekennen sich zum sunnitischen Islam. Im mehrheitlich muslimisch geprägten Jordanien ist die Caritas als katholische Hilfsorganisation dennoch ein anerkannter und bewährter Partner: Nicht zuletzt aufgrund des Einsatzes der Freiwilligen. So konnten die zahlreichen Freiwilligen bei den neu ankommenden Flüchtlingsströmen im vergangenen Jahr eine schnelle und effektive Hilfe garantieren. Auch dank ihrer Hilfe war eine Verteilung der Hilfsgüter noch vor Beginn des Ramadan möglich. Dies hieß die jordanische Bevölkerung als Form der Wertschätzung willkommen.

"Jordanien ist ein sehr offenes Land. Die Caritas ist eine etablierte Organisation im Land, da sie sich bereits seit 1967 insbesondere für die Belange der Flüchtlinge engagiert", resümiert Heidi Dürk von Caritas Jordanien. "Der interreligiöse Dialog wird hier fruchtbar geführt. Zwischen Christen und Muslimen funktioniert das Miteinander in Jordanien: Ein Hoffnungszeichen für den Nahen Osten."

Hoffnungszeichen will auch die Caritas in Jordanien sein: All jenen, die aufgrund von Vertreibung, Krankheit oder Altersschwäche den Alltag nicht alleine meistern können, stehen die freiwilligen Helfer der Caritas zur Seite, um sie auf Augenhöhe begleiten und unterstützen zu können.

Christopher Hoffmann, Mai 2009

 


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