Afrika  

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Simbabwe: Hilfe im Kampf gegen Hunger und Cholera

Mit dem Bau von Latrinen und umfangreichen Lebensmittelverteilungen unterstützt Caritas die notleidende Bevölkerung in Simbabwe

80 bis 90 Prozent der Menschen in Simbabwe hungern, stellte eine Studie der Caritas Simbabwe im Oktober 2008 fest. Seit dem wurde die Inflation schlimmer, die Cholera wütete und eine Ernte fiel aufgrund von Trockenheit aus. 2,8 Millionen Menschen sind bis zum April 2010, wenn hoffentlich die nächste Ernte eingeholt werden kann, auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

Familie in Simbabwe
Kein Einzelschicksal in Simbabwe: Gladys ist verwitwet. Sie ist HIV-infiziert und muss ihre sechs Kinder und zwei Enkelkinder alleine versorgen

Krankheit, Armut, Hunger und Unterdrückung sind die Schlüsselbegriffe, um die Situation in Simbabwe zu beschreiben. Ob in der ländlichen Region oder in den Städten: die rasante Abwärtsentwicklung der letzten beiden Jahre zieht sich in Simbabwe durch alle Schichten und durch das ganze Land. Die Caritas Simbabwe hat im Oktober 2008 in einer Studie festgestellt, dass zwischen 70 und 90 Prozent der Bevölkerung Hunger leiden. 

Die Gesellschaft scheidet sich nun deutlich in einige Wenige, die sich mit harter Währung noch Essen kaufen können und in die große Masse derjenigen, für die nichts bleibt. Unzählige Familien ernähren sich ausschließlich von dem wenigen Essbaren, was sie auf der Straße oder in der Natur noch finden können - Abfall, wilde Früchte, Wurzeln und Insekten. 

Das staatliche Gesundheitssystem und das Schulsystem sind zusammengebrochen. Die Gehälter für Lehrer, Ärzte und das medizinische Personal wurden seit Monaten nicht mehr ausgezahlt. In den Krankenhäusern haben weder die Patienten noch das Pflegepersonal genug zu essen. Die Kliniken sind "Geisterhäuser" sagt Cornelius Hahadziripi, der Direktor der Caritas Simbabwe, "es gibt kein Geld für Transport und für die Basisversorgung der Patienten. Nur in einigen - vor allem kirchlichen - Kliniken wird überhaupt noch gearbeitet. Wer immer die Möglichkeit hat, das Land zu verlassen, versucht das Land Richtung Südafrika zu verlassen."

Die Caritas Simbabwe verteilt Lebensmittel an die notleidende Bevölkerung und liefert inzwischen auch Nahrungsmittel an Schulen und Krankenhäusern.

Durch den Ausbruch der Cholera Anfang 2009 hat sich die Lage noch weiter verschlimmert. Um die grassierende Epidemie einzudämmen, baute die Caritas Simbabwe Latrinen (Toiletten) und verteilte Chlortabletten zur Reinigung des Trinkwassers. Zwei Ärzte berieten im Auftrag von Caritas international kirchliche Krankenhäuser, die einzigen im Land, die noch arbeiteten. 

Im April 2009 gab es aufgrund einer Trockenheit eine schwere Missernte. Seit dem sind nach Schätzungen des UN-Welternährungsprogramms 2,8 Millionen Menschen längerfristig auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Caritas Simbabwe ist ein Partner der UN-Organisation im Kampf gegen den Hunger.   

Das Auswärtige Amt unterstützt die Nothilfe der Caritas Simbabwe im Kampf gegen Krankheit und Armut in sieben Krankenhäusern in der Erzdiözese Harare. In diesem geförderten Projekt werden etwa 7.000 bedürftige Menschen in den Kliniken mit Nahrungsmitteln versorgt. Das Projekt ist im Rahmen der bewährten und erfolgreichen Arbeitsteilung zwischen Caritas international und Misereor entstanden und wird in Zusammenarbeit mit MISEREOR Southern Africa Consultancy Service - MSACS sowie der Erzdiözese Harare mit finanzieller Unterstützung durch das Auswärtige Amt durchgeführt. 

Caritas international bittet dringend um Spenden für die Hilfsprogramme in Simbabwe

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Kto-Nr. 202
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
BLZ 660 205 00
Stichwort: Simbabwe

Dezember 2009