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Asien

Katastrophenhilfe

Nepal: Hilfen nach dem Erdbeben

Der Wiederaufbau nach der Katastrophe

Mann baut mit beiden Händen an einem HausTrainings in erdbebensicherer Bauweise schützen die Gebäude besser vor nächsten Katastrophen.CRS, Jennifer Hardy

Für den Wiederaufbau von Wohnhäusern werden Experten eingesetzt, die die lokalen Bauleute in erdbebensicherer Bauweise unterrichten. Denn es war die Ziegelbauweise, die vielen den Tod brachte: Ohne Stahl und ohne Betonstützen brachen die Häuser ein wie ein Kartenhaus.

Neben der erdbebensicheren Bauweise wird auch auf weitere präventive Elemente geachtet, so zum Beispiel bei der Reparatur von Dämmen oder mit Wiederaufforstungen in erdrutschgefährdeten Gebieten. Damit soll das Katastrophenrisiko in dem regelmäßig von schweren Monsunregen betroffenen Land gemindert werden.

In Bamti, im Distrikt Solukhumbu, unterstützt Caritas international den Wiederaufbau einer schwer beschädigten Schule mit Platz für 240 Kinder und einem angeschlossenen Internat für 60 Kinder.

Cash-for-Work-Programme

Vater und Tochter sitzen vor einem einfachen Herd in einer NotunterkunftNoch immer leben viele Menschen in Übergangsunterkünften.Isabel Corthier

Ein langfristiges Ziel zur Verbesserung der Lebensgrundlagen sind Cash-for-Work-Programme. Auch ein Jahr nach der Katastrophe haben viele Betroffene keine Arbeit, keine reguläre Ernte, keine Perspektive. Viele Familien verloren durch das Erdbeben ihre Lebensgrundlage und leben nach wie vor in Übergangsunterkünften. Mit den Cash-for-Work-Programmen bekommen sie für ihren Einsatz beim Bau von Straßen, Schulen, Dämmen und Häusern einen Lohn, sodass sie damit erwerben können, was sie am dringendsten brauchen.

Die Bedürfnisse der Erdbebenopfer sind sehr spezifisch und fallen von Familie zu Familie verschieden aus.

Unterstützung im medizinischen Bereich

Nach wie vor finanziert Caritas international die Gehälter für Personal vor Ort, zum Beispiel in der medizinischen und psychologischen Betreuung der teils schwer traumatisierten Opfer. Weiter werden auch noch die medizinischen Gesundheits-Kits aus der Nothilfe finanziert. Denn noch immer ist in den Bergregionen eine medizinische Versorgung nicht ausreichend gegeben.

Gut durchdacht

Erfahrungsgemäß braucht der Wiederaufbau vor allem Zeit. Denn es geht nicht nur um fertige Häuser und eingerichtete Schulen, sondern darum, die Kompetenzen möglichst vieler Menschen für einen präventiven Umgang und für eine professionelle Wiederaufbauhilfe zu stärken und die Pläne gut miteinander abzustimmen. Auch die Vernetzung und der Austausch spielen beim Wiederaufbau eine wichtige Rolle, um bei der nächsten Katastrophe besser gewappnet zu sein.

August 2016