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Asien

Katastrophenhilfe

Taifun Haiyan

Dezember 2014: Taifun Hagupit

Gloria Catubay, 65, mit ihrem Enkel James Aiban, freut sich über Zeltplanen und SeileFreuen sich über Seile und Planen: Gloria Catubay und ihr Enkel James AibanCaritas international

Gut ein Jahr nachdem der Tropensturm Haiyan über die Philippinen fegte, hat der Taifun Hagupit im Dezember 2014 die schon im letzten Jahr am stärksten zerstörten Gebiete erneut getroffen.  

Dennoch war dieses Mal vieles anders: die Frühwarnsysteme haben funktioniert, Katastrophenschutzpläne waren ausgearbeitet, die Vorsorgemaßnahmen haben gegriffen und vor allem: Der Großteil der Menschen konnte  sich in Sicherheit bringen. Als der erwartete Sturm am Samstag, den 6. Dezember 2014, auf Land traf, hatte er sich wider aller Prognosen sogar abgeschwächt und nicht mehr die gefürchtete Stärke von Haiyan. Selbst auf der Insel Samar, die die erste und stärkste Wucht beider Taifune - Haiyan und nun auch Hagupit - getroffen hat, blieben die Opferzahlen vergleichsweise gering.

Wie stark aber die Schäden ausgefallen sind, zeigte sich in den folgenden Tagen. Während aus Stein gebaute Häuser der Wucht des Taifun standhielten, wurden auch dieses Mal die einfachen Behausungen der ärmeren Bevölkerungsteile zerstört. Getroffen wurde vor allem die nördliche Hälfte der Ostküste Samars. Dank der gut koordinierten Katastrophenschutzpläne konnten die Schäden und der Bedarf an Hilfe ermittelt werden. Die UN-Organisation OCHA berichtete von rund 1.150 komplett zerstörten und etwa 41.300 stark beschädigten Häusern. Nahezu 12.000 Familien waren von dem Taifun betroffen und auf Unterstützung angewiesen.

Weitere Nothilfe geplant

Caritas international hat mit ihren Partnern vor Ort schon Tage bevor der Sturm auf Land traf, alle Hebel in Bewegung gesetzt.

Grafik mit Zahlen zum Taifun HagupitVergrößern per KlickUN-OCHA

Es waren vor allem kirchliche Einrichtungen, in denen die Evakuierten in größter Zahl Schutz gefunden haben: in den Gemeindezentren, Schulen, Krankenhäusern. Hier stellten die Mitarbeiter auch für die Versorgung der Betroffenen große Vorräte an Nahrungsmitteln und Hilfsgütern bereit.

Auch wenn die Opferzahl vergleichsweise gering ausfiel, bleibt die Sorge groß. Denn viele derjenigen, die den Taifun unbeschadet überstanden haben, haben alles verloren, was sie besaßen.

Caritas international hat direkt nachdem der Taifun über die Insel Samar gefegt ist, einen Hilfsflieger mit rund 19.000 doppelverstärkten Planen sowie Befestigungsleinen für den schnellen Bau von Notunterkünften auf den Weg gebracht. Anschließend wurden sie an verschiedene Partner in der Region übergeben.

Da Flughäfen und Verkehrswege teilweise nicht zugänglich waren, mussten die Hilfsgüter über See und Land vom Flughafen in Cebu City nach Samar gebracht werden.

8. Januar 2015

Für die Hilfen auf den Philippinen ruft Caritas dringend zu Spenden auf.