Hungersnot Ostafrika: Caritas stellt zusätzlich 300.000 Euro Soforthilfe bereit - caritas-international.de
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Stand: 16.08.2017

Pressemitteilung

Hungersnot Ostafrika: Caritas stellt zusätzlich 300.000 Euro Soforthilfe bereit

Freiburg, 23. Februar 2017. Angesichts der Verschärfung der Hungersnot in vielen Teilen Ostafrikas hat Caritas international ihre Hilfsprogramme in der Region deutlich ausgeweitet. Mit zusätzlichen Mitteln im Umfang von 300.000 Euro sollen die langjährigen Partner im von einer massiven Dürre betroffenen Südsudan und im Norden Kenias dabei unterstützt werden, noch mehr Menschenleben retten zu können.

"Die Situation in großen Teilen dieser Länder ist verheerend. Hier kommt es auf jeden Tag an. Wir wollen unsere Partner darum schnell bei der Hilfe für die Hungernden vor Ort unterstützen", sagt Volker Gerdesmeier, Leiter des Referats Afrika bei Caritas international. "In Nordkenia sind beispielsweise durch die Dürre schon ganze Viehherden der Nomaden zu Tode gekommen - oft stellten sie die gesamte Existenzgrundlage dieser Menschen dar. Einige der Hirten haben sich nach dem Verlust ihrer Herde selbst getötet", so Gerdesmeier.

"Aus dem Norden des Südsudans berichten unsere lokalen Partner von ähnlich dramatischen Zuständen. Viele der Menschen haben ihre Tiere aus Verzweiflung gegen Nahrungsmittel eingetauscht", sagt Gerdesmeier. Erschwerend komme im Südsudan noch die fragile Sicherheitslage hinzu.

Laut Vereinten Nationen haben fast fünf Millionen Menschen allein im Südsudan nicht genug zu essen. Etwa 100.000 Menschen sind den Angaben zufolge akut vom Tod bedroht. In Kenia sind rund zwei Millionen Menschen auf sofortige Hilfe angewiesen, die Regierung hat den Notstand ausgerufen.

Neben der Aufstockung der Nothilfe würden die zahlreichen langfristigen Projekte zur Dürreprävention und Ernährungssicherheit weitergeführt, betont Gerdesmeier. Derzeit unterstützt Caritas international ihre Partner in Kenia, dem Südsudan und Äthiopien in diesen Bereichen mit mehr als 2,7 Millionen Euro - unabhängig von der aktuellen Notsituation. Mit rund zwei Millionen Euro entfällt ein großer Teil davon auf Hilfen in Äthiopien. Im County Marsabit in Nordkenia setzt Caritas international 400.000 Euro für Dürre-Nothilfemaßnahmen ein, im Südsudan werden die Partner im Bereich der Ernährungssicherung und Dürrebekämpfung derzeit mit rund 280.000 Euro unterstützt.

An die Redaktionen: Wolfgang Fritz, Länderreferent für Kenia bei Caritas international, ist gerade von einer Reise nach Nordkenia zurückgekommen und steht für Interviews zur Verfügung. Anfragen an die Pressestelle unter: 0761 / 200 296 oder an holger.vieth@caritas.de.

Weitere Informationen unter www.caritas-international.de/hungerkrise-ostafrika.

Spenden mit Stichwort "Hungerkrise Ostafrika" werden erbeten auf:

  • Caritas international, Freiburg, IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BIC: BFSWDE33KRL oder online unter: www.caritas-international.de
  • Charity SMS: SMS mit CARITAS an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Caritas international 4,83 EUR)
  • Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin; IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02, Evangelische Bank eG, BIC GENODEF1EK1 oder online unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/
  • Charity SMS: SMS mit NOT an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Diakonie Katastrophenhilfe 4,83 EUR)

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