Wegbegleiter

Rechte für Kinder

Kongo: Cedric fühlt sich endlich wieder wertvoll

Wegbegleiter: Projekt im Kongo

Cedric ist sechs, als sein Vater stirbt. Da seine Mutter in eine andere Stadt zieht, nimmt ihn die ältere Schwester auf. Fast täglich muss er die Schläge ihres Mannes ertragen. Er flieht, lebt von nun an auf der Straße. Als er mit Betteln nicht mehr über die Runden kommt, schließt er sich einer Kinderbande an und landet wegen Diebstahls hinter Gittern. Dort erhält er einen Alphabetisierungskurs und entwickelt mit einem Caritas-Sozialarbeiter die Idee, eine Lehre als Automechaniker zu beginnen. „Ich bin jetzt Teil der Gesellschaft“, freut sich Cedric.

Mehr über die Caritas-Hilfen im Kongo

Im städtischen Zentralgefängnis in Kinshasa, der Hauptstadt des Kongo, sind etwa 150 Kinder und Jugendliche inhaftiert. Oft handelt es sich um Straßenkinder und Kinder, die aufgrund widrigster Lebensumstände mit dem Gesetz in Konflikt gerieten. Teilweise werden die Kinder „vergessen“, weil sich niemand um ihren juristischen Prozess kümmert. Auch wenn die Jugendlichen das Gefängnis verlassen, haben sie keine Zukunftsperspektive. Der Caritas-Partner nimmt sich dieser Kinder an und erarbeitet mit jedem einen individuellen Plan zur Wiedereingliederung.