Soforthilfe

Mexiko

Erdbeben in Mexiko

Zerstörtes Haus mit MenschenZerstörungen in Mexiko-City nach dem Beben vom 19. September 2017.Caritas Mexiko

Genau 32 Jahre nach dem schweren Erdbeben von 1985 mit fast 10.000 Toten wurde Mexiko am 19. September 2017 erneut von einem Beben getroffen. Nach Angaben des Zivilschutzes starben 251 Menschen, als die Katastrophe um die Mittagszeit eintrat. Mehr als 500 Menschen wurden verletzt, 15.000 Wohnhäuser sind zerstört.

Betroffen sind insbesondere Mexiko-City und die beiden angrenzenden Bundesstaaten Morelos und Puebla. Bei einer Stärke von 7,1 auf der Richterskala schwankten Hochhäuser und stürzten zahlreiche Gebäude ein. Darunter eine Schule und ein Kindergarten. Die Menschen gerieten in Panik und rannten auf die Straße. Staatspräsident Enrique Peña Nieto berief einen Krisenstab ein und ordnete die Evakuierung von Spitälern an. Der Flughafen wurde geschlossen, und mindestens 3,8 Millionen Menschen waren zeitweise ohne Strom.

Bergungsarbeiten und Hilfsgüter durch Caritas

Die Caritas Mexiko hat mit der Koordination von Bergungsarbeiten und Hilfsgüterverteilungen begonnen. Ein auf Bergungen spezialisiertes Nothilfe-Team der Caritas Cancún machte sich unmittelbar nach dem Erdbeben auf dem Weg nach Mexiko-Stadt. Die Caritas ist weiterhin dabei, Freiwillige zu finden und zu koordinieren. Gemeinsam mit den Freiwilligen wurden Notfallzentren aufgebaut, in denen Wasser, Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Planen und Matratzen an die Betroffenen verteilt werden.

Die Hilfen der Caritas konzentrieren sich dabei vor allem entlegenere Regionen, die von der staatlichen Hilfe nur schwer erreicht werden können, jedoch nah am Epizentrum des Bebens liegen - beispielsweise in kleinen Städtchen und Dörfern wie Puebla, Morelos, Guerrero und Oaxaca. Wie immer werden dafür bereits bestehende Strukturen genutzt und weiter gestärkt, damit die Hilfe so effektiv wie möglich vonstattengehen kann.

Die Caritas Mexiko arbeitet derzeit an ihrer Belastungsgrenze: am 7. September wurde das Land bereits von einem Erdbeben heimgesucht, hinzu kamen Überschwemmungen durch die karibischen Wirbelstürme "Irma" und "Maria". Caritas international stellt in einem ersten Schritt für den Einsatz der lokalen Partner 50.000 Euro bereit.

Erdbeben vom 7. September

Ein zerstörtes HausZerstörungen durch das Erdbeben vom 7. September im Bundesstaat Oaxaca.Diözese Tehuantepec

Das Beben am 7. September vor der Südküste des Landes hatte eine Stärke von 8,2 auf der Richterskala und war noch in der rund 1000 Kilometer entfernten Hauptstadt Mexiko-Stadt zu spüren. "Es war ein großer Schock, vielleicht einer der größten in der Geschichte unseres Landes", sagte Pater Rogelio Narváez, Direktor von Caritas Mexiko unmittelbar danach.

Am stärksten traf es die Bundesstaaten Oaxaca, Chiapas und Tabasco. Gemäß lokaler Behörden verloren mindestens 96 Menschen bei der Katastrophe ihr Leben (Stand 13. September). Krankenhäuser, Schulen und Straßen wurden zerstört, die Wasser- und Energieversorgung brach zusammen. Zeitweise waren rund 1,5 Millionen Menschen ohne Strom.

Die Caritas Mexiko ist in Kontakt mit den betroffenen Diözesen. Verteilt werden Trinkwasser, Nahrungsmittel, Hygieneartikel und Medikamente.

Spenden mit dem Stichwort "Erdbeben Mexiko" werden erbeten auf:

  • Caritas international, Freiburg, IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BIC: BFSWDE33KRL oder online
  • Charity SMS: SMS mit CARITAS an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Caritas international 4,83 EUR)

Oktober 2017

 

Soforthilfe

Erdbeben, Epidemien, Überschwemmungen und Dürren sind für Menschen oft von jetzt auf nachher lebensbedrohlich. Caritas international hilft weltweit Menschen in Not, die von einer akuten Katastrophe betroffen sind: Bei der Soforthilfe geht es darum, möglichst schnell zu handeln, um Leben zu retten. Wenn unsere Partner sich mit einem dringenden Hilferuf an Caritas international wenden, prüft ein Krisenstab die Lage binnen weniger Stunden. Bei der Soforthilfe zählt jede Stunde!

 

 

(Galeriebilder: Presidencia de la República Mexicana, unverändert, Lizenz: CC BY 2.0)